Am Duisburger Hauptbahnhof kam es kürzlich zu einem dramatischen Zwischenfall: Bei Bauarbeiten wurde eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Diese Situation erforderte sofortige Maßnahmen, darunter die kontrollierte Sprengung der Bombe, die am 12. März 2026 durchgeführt wurde. Die Sprengung führte zu Schäden an den Gleisen, was dazu führte, dass der Bahnhof derzeit nicht mit allen Zügen befahrbar ist. Die Dauer der Reparaturarbeiten ist bislang unklar, was zahlreiche Pendler vor große Herausforderungen stellt. Die Sperrung der Gleise betrifft insbesondere Reisende auf den folgenden Strecken: E 42, RE 1 (RRX), RE 5 (RRX), RB 31, RB 33, S 1 und RE 19. Zudem enden und beginnen die Züge des RE 2 aus Richtung Haltern am See außerplanmäßig in Oberhausen Hbf, was zu Teilausfällen zwischen Oberhausen Hbf und Düsseldorf Hbf führt. Auch die Züge RE 11 (RRX), RE 6 (RRX) und RE 3 werden ohne Halt in Duisburg Hbf umgeleitet.
Die Evakuierungsmaßnahmen mussten um 18 Uhr starten, was zur Räumung von umliegenden Kinos, Hotels, Bürogebäuden und Gewerbebetrieben führte. Rund 780 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, und etwa 6.600 Anwohner und Reisende befanden sich innerhalb einer 600 Meter großen Evakuierungszone um den Fundort. Die Autobahn A59 war zwar zwischen Duisburg-Hochfeld und dem Autobahnkreuz Duisburg gesperrt, doch die Stadt gab später bekannt, dass alle Sperrungen aufgehoben wurden und die evakuierten Personen zurückkehren konnten. Viele Pendler mussten jedoch umplanen, da die Situation zu massiven Verspätungen und Teilausfällen führte. Einige Reisende waren sichtlich ratlos über alternative Reisemöglichkeiten. Ein Pendler überlegte sogar, zu Fuß nach Mülheim zu gehen, um von dort aus nach Dortmund zu gelangen, während eine andere Pendlerin berichtete, dass sie keine Möglichkeit hatte, abgeholt zu werden.
Aktuelle Zugverbindungen und Umleitungen
Die betroffenen Züge und S-Bahnen umfassen unter anderem:
- RE 1 (RRX): Aachen–Köln–Düsseldorf–Duisburg–Essen–Dortmund–Hamm
- RE 2: Düsseldorf–Duisburg–Essen–Gelsenkirchen–Münster–Osnabrück
- RE 3: Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Gelsenkirchen–Dortmund–Hamm
- RE 5 (RRX): Koblenz–Bonn–Köln–Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Wesel
- RE 6 (RRX): Köln/Bonn Flughafen–Neuss–Düsseldorf–Duisburg–Essen–Dortmund–Hamm–Bielefeld–Minden
- RE 11 (RRX): Düsseldorf–Duisburg–Essen–Dortmund–Hamm–Paderborn–Kassel-Wilhelmshöhe
- RE 19: Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Wesel–Arnhem/Bocholt
- RE 42: Mönchengladbach–Krefeld–Duisburg–Essen–Gelsenkirchen–Münster
- RE 44: Moers–Duisburg–Oberhausen–Bottrop
- RB 31: Duisburg–Moers–Xanten
- RB 33: Aachen/Heinsberg–Lindern–Mönchengladbach–Krefeld–Duisburg–Essen
- S 1: Dortmund–Essen–Duisburg–Düsseldorf–Solingen
Kontext und Vergleich
Die Situation in Duisburg ist nicht einzigartig. In Köln wurde kürzlich die größte Evakuierung seit 1945 durchgeführt, um drei Weltkriegsbomben zu entschärfen, die bei Bauarbeiten entdeckt wurden. Dort waren rund 20.500 Menschen betroffen, und die Evakuierung umfasste mehrere Schulen, Kitas und sogar das Eduardus-Krankenhaus. Solche Einsätze zeigen, dass Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg auch heute noch eine ernsthafte Gefahr darstellen und dass flächendeckende Untersuchungen aufgrund der Komplexität der urbanen Infrastruktur nur schwer durchführbar sind. Die Vorfälle in Duisburg und Köln verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen, die mit der Entschärfung von Sprengkörpern aus vergangenen Kriegen verbunden sind.
Für weitere Informationen zu den Vorfällen in Duisburg verweisen wir auf die detaillierte Berichterstattung von Express und WDR, die umfassend über die Entwicklungen informiert haben.





