Die Winterzeit hat wieder Einzug gehalten und für viele Autofahrer in Köln bedeutet das das tägliche Ritual des Eiskratzens. Doch Vorsicht: Eiskratzen birgt einige Tücken, die zu unerwarteten Bußgeldern führen können. Wie merkur.de berichtet, verlassen sich viele Fahrer darauf, nur ein kleines Sichtfenster in der Frontscheibe freizukratzen, um den nach unten durchgehenden Schnee zu übersehen. Was im ersten Moment praktisch erscheinen mag, hat seine Tücken und kann mit einem Bußgeld von 10 Euro bestraft werden. Zudem muss das Nummernschild jederzeit lesbar sein – bei Verunreinigung drohen zusätzliche 5 Euro. Eine kleine Unaufmerksamkeit kann hier also teuer werden.

Ein weit verbreiteter Fehler ist das Warmlaufen des Motors. Während viele Fahrer im Winter gerne auf die Hilfe ihrer Fahrzeuge vertrauen, darf der Motor gemäß §30 StVO während des Eiskratzens nicht unnötig laufen. Hierbei kann ein Bußgeld von bis zu 80 Euro fällig werden. Diese Regelung dient nicht nur der Umweltschonung, sondern auch der Lärmvermeidung und der Sicherheit im Straßenverkehr, wie wa.de anmerkt.

Richtige Techniken und Prävention

Doch wie kratzt man die Windschutzscheibe am besten von Eis und Schnee frei? Um teure Schäden zu vermeiden, empfehlen Fachleute den Einsatz eines klassischen Kunststoff-Eiskratzers mit zwei Kanten – einerseits mit einer Sägezahnseite für dickes Eis und einer glatten Seite für leichtere Vereisungen. Wichtig ist, gleichmäßige Bewegungen ohne starken Druck zu verwenden, um Kratzer zu verhindern. Auch die Sauberkeit der Scheiben ist entscheidend. Schmutzpartikel könnten zusätzliche Kratzer verursachen, wenn unzureichende Hilfsmittel wie Kreditkarten oder alte CD-Hüllen genutzt werden, die in diesem Fall ganz und gar tabu sind.

Mit den richtigen Vorbereitungen kann man das Eiskratzen gleich viel angenehmer gestalten. Abdeckfolien für die Windschutzscheibe und alte Socken über den Außenspiegeln schützen effektiv vor dem Zufrieren. Und nicht zu vergessen: Das richtige Scheibenwaschwasser mit Frostschutz bis mindestens -25 Grad sollte immer griffbereit sein. So hat man die besten Chancen, im Winter rechtzeitig und ohne Stau über die winterlichen Straßen zu kommen.

Vorsicht bei Improvisationen

Gerade in der Eile neige viele dazu, auf improvisierte Methoden zurückzugreifen, etwa heißes Wasser zum Eiskratzen. Doch davon sollte man unbedingt Abstand halten, da der Temperaturunterschied zwischen heißem Wasser und kalter Scheibe Risse oder sogar Brüche verursachen kann. Oft sind die Reparaturkosten beträchtlicher als die möglichen Bußgelder, was zeigt, dass eine vorsichtige Herangehensweise viel mehr Vorteile bringt, als sich zunächst denken lässt, wie merkur.de eindrucksvoll zusammenfasst.

Sicherlich sind wir alle froh, wenn der Winter uns die kalten Tage macht, aber gut gewappnet mit den richtigen Wissen, kann der Gang zum Fahrzeug bedeutend entspannter verlaufen. Also, besser gut vorbereitet sein als nachträglich ärgern – das gilt auch beim Eiskratzen!