Am Montagabend, dem 10. November 2025, kam es gegen 21 Uhr zu einem folgenschweren Zimmerbrand in einer Dachgeschosswohnung im Mirabellenweg in Hamm-Werries. Auslöser des Feuers war ein Ethanol-Kamin, der außer Kontrolle geriet. Die Lage wurde von aufmerksamen Anwohnern, die Rauch aus der Wohnung sahen, sofort gemeldet, was dazu führte, dass die Feuerwehr schnell zur Stelle war. Ein erster Blick auf die Situation offenbarte bereits, dass Rauch aus einem Fenster an der Gebäuderückseite drang und sich das Feuer auf angrenzendes Mobiliar ausbreitete.
Die Feuerwehr, die mit den Einsatzkräften aus Werries sowie Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr im Einsatz war, reagierte zügig: Sie öffnete die Wohnungstür gewaltsam und drang unter Atemschutz vor. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, wobei die Einsatzkräfte umgehend Rauch und Flammen löschten. Nach dem Löschen wurde die Wohnung gründlich gelüftet, um die weiterhin akuten Gefahren durch Rauchgas zu beseitigen. Glücklicherweise waren keine Verletzten zu beklagen, da die Anwohner das Gebäude bereits vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen hatten.
Eine tragische Bilanz und eine weitere Rettungsaktion
Obwohl der Brand schnell unter Kontrolle war, wurde die Dachgeschosswohnung durch Ruß und Rauch so stark beschädigt, dass sie unbewohnbar ist. Besonders erfreulich für die Einsatzkräfte war die Rettung von zwei Katzen, die während des Brandes in der Wohnung gefangen waren. Die Tierliebe in der Nachbarschaft zeigte sich deutlich, denn die Feuerwehr bestätigt, dass die Katzen in Sicherheit gebracht werden konnten.
Ethanol-Kamine erfreuen sich zwar großer Beliebtheit, doch wie dieser Vorfall zeigt, bergen sie auch erhebliche Risiken. Anbieter versprechen eine gemütliche Kaminatmosphäre ohne großen Aufwand, doch die Gefahren, die mit ihrer Nutzung einhergehen können, sind nicht zu unterschätzen. So gab es in Deutschland in den letzten Jahren immer wieder schwere Verletzungen durch Ethanol-Explosionen. Ein tragisches Beispiel aus dem Jahr 2023 zeigt, dass ein Mann in Höxter infolge einer Ethanol-Verpuffung ums Leben kam, was deutlich macht, dass auch beim Entzünden und Nachfüllen von Ethanol große Vorsicht geboten ist.
Gefahren und Sicherheitshinweise
Das Problem bei Ethanol-Kaminen ist, dass sie sich bereits bei niedrigen Temperaturen entzünden können. Zudem kann das Nachfüllen von Ethanol, während der Kamin noch warm ist, zu gefährlichen Stichflammen führen. Expert:innen warnen, dass Bio-Ethanol, das zu 95 Prozent aus pflanzlichen Alkoholen besteht, ebenfalls brandgefährlich ist und ein leicht entzündliches Gemisch mit Luft bilden kann. Bei Bränden sollte man versuchen, die Flammen sofort zu löschen – am besten mit einem Schaum-Feuerlöscher oder einer schweren Baumwoll-Decke.
Ethanol-Feuer belasten zudem die Raumluft erheblich, indem sie Luftschadstoffe wie Kohlenstoffdioxid, Kohlenmonoxid und Formaldehyd entstehen lassen. Daher wird empfohlen, Ethanol-Kamine nur in gut belüfteten Räumen und nicht als Heizquelle zu verwenden. Alternativ sind Kaminvideos auf Bildschirmen eine sichere Option, um die heimelige Atmosphäre zu genießen, ohne dabei gefährliche Risiken einzugehen.
Insgesamt zeigt dieser Vorfall nicht nur die Wichtigkeit einer schnellen Reaktion durch die Feuerwehr, sondern auch, dass ein gewisses Maß an Vorsicht und Sachverstand bei der Nutzung von Ethanol-Kaminen unverzichtbar ist. weiterführende Informationen über die Risiken von Ethanol-Kaminen finden Sie bei Test.de und wa.de.