In einem hitzigen Urteil hat das Kreissportgericht entschieden, dass das abgebrochene Kreisliga A-Spiel zwischen dem VfL Kamen II und dem TSC Hamm mit 3 Punkten und 2:0 Toren für Kamen gewertet wird. Dieses Spiel fand am 9. November statt und wurde in der Nachspielzeit abgebrochen, als Kamen mit 2:1 führte. Der Vorsitzende des Gerichts, Michael Zahorodnyj, gab nach über zweistündiger Verhandlung bekannt, dass der TSC Hamm die Verantwortung für den Abbruch trägt, da ein Zuschauer unberechtigt das Spielfeld betreten hatte. Solche Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheit in Amateur-Sportligen.
Trotz gegenteiliger Behauptungen beider Spieler, dass es zu keiner körperlichen Auseinandersetzung kam, erhielt TSC-Spieler Ismail Uysal eine drakonische Sechs-Spiele-Sperre. Er wurde als Wiederholungstäter bestraft, was die Linie des Gerichts für schwere Verstöße unterstreicht. Zusätzlich muss er die Entscheidung akzeptieren, auch wenn er sie als hart empfindet. Sein Teamkollege Efe Baysan wurde ebenfalls für vier Spiele gesperrt.
Reaktionen und Konsequenzen
Die Reaktionen auf das Urteil sind gemischt. TSC-Trainer Erdal Akyüz äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung, insbesondere da er die Strafe für sein Team als unverhältnismäßig ansieht. Er hinterfragte auch, warum Kamen nicht bestraft wurde und wurde für das Wegschlagen eines Smartphones mit einer Geldstrafe von 50 Euro belegt. Auch der Zuschauer, der auf das Spielfeld gelangte, wurde mit 100 Euro zur Kasse gebeten.
Für viele Beteiligte steht fest, dass solch ein Vorfall nicht nur die Spieler betrifft, sondern auch Fragen zur Sicherheit und zum Fairplay im Amateurfußball aufwirft. Das Kreissportgericht hat mit seinem Urteil eine klare Botschaft gesendet, dass unsportliches Verhalten und die Gefährdung anderer Akteure nicht toleriert werden können.
Ausblick auf rechtliche Folgen
Diese Auseinandersetzung könnte rechtliche Nachwirkungen nach sich ziehen, die weit über den Fußball hinausgehen. Die Gefahren, die mit ehrgeizigen Wettkämpfen verbunden sind, können rechtliche Fragen aufwerfen, insbesondere wenn es zu Verletzungen kommt. Laut Ausführungen zu Sportrecht, können grobe Foulspiele unter Umständen als Körperverletzung gewertet werden, was in diesem Kontext von Bedeutung ist. Die Diskussion darüber, wann die Ausübung einer Sportart als Selbstverschulden gilt, wird in solchen Fällen immer wieder neu aufgerollt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um den TSC Hamm und die Sperren entwicklen wird, während die sportlichen und rechtlichen Weichen im Amateurfußball neu gestellt werden.
Ein weiteres Mal zeigt sich, dass die Emotionen im Sport hochkochen können, sowohl auf als auch neben dem Platz. Wer in Zukunft die Spiele besucht, sollte garantiert Augen und Ohren offen halten, denn der Amateurfußball ist mehr als nur ein Spiel – er ist auch ein Spiegel unserer Gesellschaft.