In Hamm stehen die Zeichen auf Wachstum für den Hammer Sportclub (HSC), der mit seinen 7400 Mitgliedern spürbaren Platzmangel hat. Um den sportlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, plant der Verein die Erweiterung der Franz-Voß-Halle und den Bau von zwei neuen zweigeschossigen Sporthallen. Diese Maßnahme soll nicht nur für mehr Raum sorgen, sondern auch die Sportinfrastruktur am Standort „Am Südbad“ in Berge langfristig sichern. Laut wa.de ist eine Aufwertung der bestehenden Halle vorgesehen, die um neue Umkleidekabinen, einen Geräteraum und flexible Trennmöglichkeiten ergänzt werden soll. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte die Halle von einer Zwei-Feld-Halle in eine Drei-Feld-Halle umgewandelt werden.
Der Hintergrund dieser notwendigen Maßnahme ist, dass die Franz-Voß-Halle in ihrer aktuellen Form nicht mehr ausreicht, um den Anforderungen des Clubs gerecht zu werden. Um den Bau voranzutreiben, ist es jedoch erforderlich, dass der Stadtrat den Bebauungsplan „Sportanlage Am Südbad“ anpasst. Die geplanten neuen Hallen stehen derzeit aufgrund bestehender Baugrenzen unter Druck. Die Gesamtkosten für die Erweiterung belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro, von denen rund 907.000 Euro durch Bundesmittel gedeckt werden sollen. Die Stadt Hamm muss zusätzlich 302.000 Euro aufbringen und ist daher bestrebt, sich am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu beteiligen.
Förderprogramme und finanzielle Unterstützung
Wie aus den Informationen von lsb.nrw hervorgeht, ist das Programm „Moderne Sportstätte 2022“ eine wichtige Unterstützung für Sportvereine in Nordrhein-Westfalen. Mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro zielt es darauf ab, die Sportinfrastruktur zu stärken, was dem HSC zugutekommt. Die Mittel sind zwar fast vollständig ausgeschöpft, jedoch können noch Anträge bei der NRW.BANK bis zum 30. Juni 2027 eingereicht werden.
Die Hammer Stadtverwaltung hat bereits fristgerecht Projektskizzen eingereicht, doch um in das Förderprogramm aufgenommen zu werden, benötigt der HSC einen schnellen Ratsbeschluss. Das Verfahren erfordert das Einhalten von zahlreichen Kriterien, die in der Sportstättenbauförderrichtlinie festgelegt sind. Diese Bedingungen umfassen, dass die Baumaßnahme notwendig ist, eine Stellungnahme des zuständigen Sportfachverbandes vorliegt und die baulichen Anforderungen beachtet werden.
Künftige Entwicklung der Sportstätten
Zusätzlich verweist die Förderdatenbank auf die Notwendigkeit, eine bedarfsdeckende Sportstätteninfrastruktur zu schaffen, die auch den Anforderungen von nationalen und internationalen Sportveranstaltungen gerecht wird. Im Rahmen dieser Richtlinien sind diverse förderfähige Maßnahmen wie Neubauten, Modernisierungen und Instandhaltungen definiert.
Der Vorstand des HSC arbeitet mit Hochdruck daran, die Ausbaupläne zu realisieren. „Wir versuchen, Mittel aus verschiedenen Förderprogrammen zu erhalten, um die dringend benötigte Infrastruktur zu schaffen“, so ein Vertreter des Clubs. Die Bürger und Mitglieder können auf positive Entwicklungen hoffen, da die Pläne für eine adäquate Sportstätteninfrastruktur in Hamm schon bald Wirklichkeit werden könnten.





