In Aachen gibt es frischen Wind in der Polizeiführung: Andreas Bollenbach wird neuer Polizeipräsident. Diese Entscheidung wurde von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul getroffen. Bollenbach folgt auf Dirk Weinspach, der im Herbst 2023 in den Ruhestand trat. Die Position war seitdem zweieinhalb Jahre vakant, was zeigt, wie wichtig es ist, eine erfahrene Persönlichkeit an die Spitze der Aachener Polizei zu setzen. Bollenbach wird seine neue Rolle voraussichtlich Ende März 2026 antreten.
Der neue Polizeipräsident bringt eine beeindruckende Karriere mit sich. Aktuell ist er stellvertretender Polizeipräsident im Polizeipräsidium Aachen und leitet dort die Direktion Kriminalität. Bollenbach gehört seit rund vier Jahrzehnten der nordrhein-westfälischen Polizei an und hat in dieser Zeit diverse Führungspositionen innegehabt, unter anderem im Innenministerium von NRW und bei der Polizei in Heinsberg. Von 2015 bis 2020 war er Polizeichef im Kreis Heinsberg, bevor er nach Aachen wechselte. Diese umfassende Erfahrung macht ihn zu einem versierten Kriminalisten mit profundem Wissen über die Region und die spezifischen Herausforderungen der Polizeiarbeit, wie Innenminister Reul anmerkt.
Die Herausforderungen des neuen Amts
Das Polizeipräsidium Aachen hat rund 2300 Beschäftigte, und Bollenbach wird die Leitung dieser großen Einheit übernehmen. Sein Zuständigkeitsbereich reicht je nach Lage bis in den Kreis Heinsberg, insbesondere bei Tötungsdelikten und Angelegenheiten des Staatsschutzes. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund der Ereignisse im besetzten Erkelenzer Dorf Lützerath Anfang 2023, als bis zu 3700 Polizisten im Einsatz waren. Dirk Weinspach war während dieses Einsatzes eine markante Figur, und es bleibt abzuwarten, wie Bollenbach in ähnlichen Situationen agieren wird.
Die Nominierung von Bollenbach ist Teil einer breiteren Reform der Polizeiführung in Nordrhein-Westfalen. Am 31. Oktober 2023 entschied das Landeskabinett auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul über die Neubesetzungen in mehreren Polizeipräsidien, darunter auch Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Oberhausen. Reul betonte die Notwendigkeit, fachlich und charakterlich fähige Polizeipräsidenten zu benennen, was die hohen Ansprüche an die neuen Amtsinhaber unterstreicht.
Ein Blick auf die neuen Polizeipräsidenten
Die Polizeipräsidien in Köln und Düsseldorf werden ebenfalls neu besetzt. Johannes Hermanns wird neuer Polizeipräsident in Köln, während Miriam Brauns diese Rolle in Düsseldorf übernimmt. Hermanns bringt eine langjährige Erfahrung im Landeskriminalamt mit, während Brauns seit 2018 stellvertretende Polizeipräsidentin in Köln war. Tim Frommeyer wird in Gelsenkirchen und Dr. Sylke Sackermann in Oberhausen neue Polizeipräsidenten. Diese Veränderungen in der Polizeiführung spiegeln den Bedarf wider, die Sicherheitslage in Nordrhein-Westfalen bestmöglich zu managen und den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit zu geben.
Mit Andreas Bollenbach an der Spitze der Aachener Polizei wird ein erfahrener Kriminalist die Herausforderungen angehen, die die Region betreffen. Sein Wissen und seine lange Dienstzeit könnten entscheidend sein, um künftige Sicherheitsfragen erfolgreich zu meistern. Die kommenden Monate werden zeigen, wie er diese verantwortungsvolle Aufgabe umsetzen wird.
Für weitere Informationen zu Andreas Bollenbach und seiner Ernennung als Polizeipräsident von Aachen, können Sie die vollständigen Berichte auf RP Online und t-online nachlesen.
Zusätzlich können Sie die neusten Entwicklungen in der Polizeiführung in NRW auf der offiziellen Webseite des Ministeriums einsehen: Land NRW.





