AMAZON Sidebar
AMAZON Sidebar

Am 21. März 2026 fand auf der Kreisstraße 13 bei Gangelt eine umfassende Übung unter dem Namen „EMREX“ statt. Rund 630 Einsatzkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien übten einen simulierten Massenunfall mit 50 Verletztendarstellern, um die Rettungsketten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein zu testen und zu festigen. Diese groß angelegte Übung wurde koordiniert vom Kreis Heinsberg und dem EMRIC-Verbund, der für das Incident and Crisis Management in der Region zuständig ist [1].

Das Szenario umfasste einen schweren Verkehrsunfall mit vielen Verletzten, was auch als Massenanfall von Verletzten (MANV) bezeichnet wird. Ziel der Übung war es, die medizinische Versorgung, Kommunikation und Koordination zwischen den verschiedenen nationalen Rettungssystemen zu überprüfen. An der Übung nahmen Einheiten der Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen aus dem Kreis Heinsberg und der Städteregion Aachen sowie aus den Provinzen Limburg in den Niederlanden und Belgien teil. Besonders hervorzuheben war der flächendeckende Einsatz der digitalen Unterstützung „rescueTABLET“, die eine Echtzeit-Lagebildübertragung ermöglichte [2].

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Koordination und Zusammenarbeit

Landrat Stephan Pusch initiierte um 8.22 Uhr die Alarmierung über die Leitstelle des Kreises Heinsberg und lobte die Professionalität sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten. „Die Übung hat gezeigt, dass unterschiedliche Gesetze und Systeme durch Training im EMRIC-Verbund synchronisiert werden können“, betonte Andreas Dovern, der Vorsitzende der EMRIC-Lenkungsgruppe. Bürgermeister Guido Willems dankte den Anwohnern für ihr Verständnis während der Vollsperrung der K13, die während der Übung von Freitag, 20. März, 22 Uhr bis Samstag, 21. März, maximal 22 Uhr, erforderlich war.

In-article Werbung
In-article Werbung

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Einbindung des psychosozialen Notfallversorgungsteams (PSNV), um auch die psychologischen Bedürfnisse der Einsatzkräfte und der Betroffenen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Übung werden in den kommenden Wochen ausgewertet, um die grenzüberschreitenden Protokolle weiter zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rettungsorganisationen zu optimieren. Regulärer Brandschutz und Notfallversorgung in der Region blieben während der Übung selbstverständlich sichergestellt.

Technische und medizinische Hilfe

Die Übung umfasste zahlreiche Maßnahmen, darunter die Personenrettung, Gefahrguteinsätze, die Einrichtung eines Dekontaminationsplatzes sowie die CBRN-Erkundung (Chemische, Biologische, Radiologische und Nukleare Gefahren). Die Zusammenarbeit der Leitstellen in der Grenzregion wurde ebenfalls getestet, um sicherzustellen, dass die verschiedenen Systeme reibungslos ineinandergreifen können. Die Übung stellte so eine wichtige Grundlage für künftige Einsätze dar, bei denen grenzüberschreitende Hilfe erforderlich ist.

Insgesamt zeigte die EMREX-Übung, wie wichtig es ist, grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten, um in Krisensituationen effektiv und schnell handeln zu können. Die Einsatzkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien haben durch diese Übung wertvolle Erfahrungen gesammelt, die nicht nur der Verbesserung der Rettungsketten, sondern auch dem Schutz der Bevölkerung dienen. Solche Übungen sind nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein Zeichen für die Solidarität und den Zusammenhalt in der Euregio Maas-Rhein.