Im neuen Jahr stehen für viele Menschen in Deutschland einige wichtige Vorsätze auf der Agenda. Eine Umfrage zeigt, dass 2026 insbesondere für gesündere Lebensweisen und einen besseren Umgang mit den Finanzen stehen soll. Die Verbraucherzentrale NRW hat hilfreiche Tipps parat, wie diese Ziele Realität werden können. Im Fokus steht dabei, dass gesunde Ernährung keinesfalls teuer sein muss. Ein bewusster Verzicht auf Alkohol, Soft-Drinks und ungesunde Snacks kann nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch zu einer besseren Gesundheit führen.
Besonders kostspielige Produkte zur Entgiftung oder zum Entsäuern sind oft überflüssig, denn der Körper übernimmt diese Aufgaben selbst. Interessanterweise sind gesetzliche gesundheitliche Aussagen zu „Detox“ mittlerweile untersagt. Stattdessen empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung, die frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, eiweißreiche Hülsenfrüchte sowie gesunde Fette wie Nüsse und Pflanzenöle umfasst. Ebenso bieten Fitnessstudios zu Jahresbeginn reduzierte Mitgliedschaften an, doch hier sollten Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen genau unter die Lupe genommen werden.
Finanzielle Probleme unter jungen Menschen
Im Zusammenhang mit den Vorsätzen für 2026 gibt es jedoch auch ernstzunehmende Herausforderungen. Der Schuldneratlas weist alarmierende 5,67 Millionen überschuldete Erwachsene in Deutschland aus, was einem Anstieg von 2 % im Vergleich zu 2024 entspricht. Besonders betroffen sind hierbei jüngere Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die häufig durch Online-Käufe und verführerische Ratenzahlungsangebote in die Schuldenfalle geraten. Laut dem Bericht von Creditreform sind in dieser Altersgruppe mittlerweile 744.000 junge Menschen überschuldet.
Die Daten belegen, dass 17 % der 21- bis 30-Jährigen aufgrund von Online-Einkäufen Schulden haben. Dies steht im Kontrast zu lediglich 1 % der über 60-Jährigen. Ein Hauptfaktor sind dabei Smartphones, die den Zugang zu Konsum und Krediten stark erleichtern. Bonitätsprüfungen für Kleinbeträge unter 200 Euro sind oft nicht erforderlich, was die Situation weiter verschärft. Durch Angebote wie „Buy now, pay later“ verlieren viele den Überblick über ihre Ausgaben und Schulden.
Wachsendes Bewusstsein für Finanzbildung
Finanzbildung ist ein wichtiger Schlüssel, um jungen Menschen zu helfen, solide Entscheidungen im Alltag zu treffen und Überschuldung zu vermeiden. Ein besseres Verständnis darüber, wie Schulden entstehen und welche Gefahren sie mit sich bringen, kann entscheidend sein. Der Schuldenreport 2024 hebt hervor, dass mangelnde Finanzbildung oft zu finanziellen Schwierigkeiten führt. In den Schulen sowie in Betrieben sind inzwischen verschiedene Programme implementiert, die speziell auf junge Menschen abgestimmt sind.
Da die Scham über Schulden auch bei jungen Leuten besteht, sind Beratungsangebote oft nur begrenzt wahrnehmbar. In vielen Städten, wie Tübingen oder München, gibt es jedoch niedrigschwellige Beratungsangebote, die schnell Hilfe leisten können. Außerdem ist es für Minderjährige unter 18 Jahren oft notwendig, die Eltern in Beratungsprozesse mit einzubeziehen.
In Anbetracht der kurzen und langfristigen finanziellen Herausforderungen wird die Rolle der EU immer bedeutender. Ab Ende November 2026 soll eine neue Verbraucherkreditrichtlinie in Kraft treten, die striktere Regeln für die Kreditvergabe vorsieht, um besser gegen Überschuldung vorzugehen. Deutschland ist aufgefordert, einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie bis November 2025 vorzulegen.
Angesichts dieser Informationen ist es wichtig, dass sowohl individuelle Vorsätze für ein gesünderes Leben als auch ein bewussterer Umgang mit Finanzen in den Fokus rücken. Mit den richtigen Tipps und einem geschärften Bewusstsein für finanzielle Entscheidungen können 2026 tatsächlich zu einem Jahr der Veränderungen werden. Weitere Informationen und nützliche Ratschläge dazu finden sich unter den Artikel von halloherne, test.de und gesundheit.gv.at.