Herne plant große Veränderungen am Herner Meer. Am Rhein-Herne-Kanal in Horsthausen wird ein neues Freizeitquartier entstehen, das zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Anwohner und Besucher werden soll. Ein Berliner Planungsbüro hat dafür ein umfassendes städtebauliches Konzept ausgearbeitet, das die Neugestaltung mit einem Fokus auf Freizeit und Erholung in den Mittelpunkt stellt.
Ruhr24 berichtet, dass das Projekt ambitionierte Pläne umfasst, wie die Umwandlung einiger Abschnitte der Gneisenaustraße in einladende Promenaden im Westen und Süden. Außerdem soll ein zentraler Quartiersplatz entstehen, der ein Multifunktionsgebäude mit einem Veranstaltungssaal, Vereinsräumen und Gastronomie beherbergen wird. Auf die Bedürfnisse der Besucher wird ebenfalls Rücksicht genommen, indem ein grüner Spazierweg zwischen Kanal und Hafenbecken angelegt wird, ergänzt durch einen Kletterwald, Spielplätze und einen Trimm-Dich-Pfad.
Was ist ein Highlight dieses Projekts? Ein Flussbad oder ein Badeschiff an der südlichen Promenade soll für frischen Wind sorgen. Das gesamte Vorhaben wird in zwei Phasen durchgeführt, wobei die erste Phase ohne zusätzliche Fördermittel realisierbar ist. Auch die Gastronomiebetreiber zeigen reges Interesse an der Gestaltung des neuen Standorts, was darauf hindeutet, dass hier ein lebendiger Ort mit vielen Angeboten entsteht.
Auf einem Blick: Geplante Maßnahmen am Herner Meer
- Umwandlung der Gneisenaustraße in Promenaden
- Errichtung eines Quartiersplatzes und Multifunktionsgebäudes
- Grüner Spazierweg zwischen Kanal und Hafenbecken
- Kletterwald und Spielplätze
- Flussbad oder Badeschiff an der Promenade
Aktuell ist das Gebiet rund um den Jachthafen wenig ansprechend; viele Flächen sind in Privatbesitz oder gesperrt, was den ersten Eindruck trübt. Umso wichtiger ist die frühzeitige Einbindung der Wassersportvereine in den Entwicklungsprozess. Laut der Konzeptstudie wird sogar eine Zusammenlegung der Vereine angestrebt, um Platz für die neuen Flächen und Gebäude zu schaffen.
Am 18. November hat der Planungsausschuss bereits über die Studie beraten und dem Rat seine Empfehlung ausgesprochen. Ein weiterer Schritt in diesem Prozess fand am 26. November in der Bezirksvertretung Sodingen statt, während der Rat am 16. Dezember über das Konzept entscheiden wird. Später wird die Stadt auch einen Bebauungsplan benötigen, um die Pläne in die Tat umzusetzen.
Ein Blick über die Grenzen von Herne hinaus zeigt, dass wassersensible Stadtentwicklung in der heutigen Zeit unerlässlich ist. Laut der IWR GmbH sind extreme Wetterereignisse wie Starkregen in urbanen Gebieten ein ständiges Risiko, das durch durchdachte Planungen gemindert werden kann. Die richtige Handhabung von Niederschlägen und ein effektives Entwässerungssystem sind dabei rauschtechnische Maßnahmen, die auch für die zukünftige Entwicklung des Herner Meers von Bedeutung sind.
Insgesamt zeigt sich, dass Herne mit dem Masterplan für die Wasserlagen einen wichtigen Schritt für die Zukunft plant. Das Ziel ist klar: ein attraktiver und nachhaltiger Lebensraum für alle, der zugleich die Herausforderungen des Klimawandels im Blick hat.