In der aufregenden Welt der Oper begeistert zurzeit die Inszenierung von Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“, die am 21. Februar 2026 im Opernhaus Düsseldorf zu sehen sein wird. Unter der Regie von Johannes Erath und mit einem Bühnenbild, das von Katrin Connans gestaltet wurde und sich von dem Varietétheater Sala Planeta in Buenos Aires inspirieren ließ, nimmt die Produktion die Zuschauer mit auf eine emotionale Reise durch die pulsierende Metropole. María Kataeva, eine international gefragte Mezzosopranistin und Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper am Rhein, verkörpert die Titelfigur, während Alejandro Guyot als El Duende die Geschichte erzählt. Dabei wird die Handlung durch den Bariton Jorge Espino, der als Chronist auf einer Schreibmaschine tippt, weitergetragen und erhält so eine zusätzliche, poetische Dimension.
Die Inszenierung bringt die vielfältigen Facetten der Protagonistin María zum Leben, was unter anderem durch die Darstellungen von Morenike Fadayoumi und die Verwendung einer Puppe geschieht. Um das Leben in Buenos Aires darzustellen, werden Live-Bilder auf dem Gazevorhang projiziert. Die musikalische Leitung übernimmt Mariano Chiacchiarini, unterstützt von der talentierten Bandonéon-Spielerin Carmela Delgado und dem Gitarristen Ilija Tošić. Ein besonderes Merkmal dieser Aufführung ist die Integration von Johann Sebastian Bachs Musik, einschließlich des Chorgesangs aus der Matthäus-Passion. Die poetische Sprache des Librettisten Horacio Ferrer verleiht der „Tango Operita“ eine zusätzliche Tiefe.
Die Faszination des Tango
Astor Piazzolla, der Schöpfer dieses faszinierenden Werks, wurde am 11. März 1921 in Mar del Plata geboren und verstarb am 4. Juli 1992. Er gilt als revolutionärer Komponist, der den traditionellen Tango neu definierte und mit Elementen aus Jazz und klassischer Musik anreicherte. Piazzolla entwickelte den Stil des „nuevo tango“, der eine dunkle, dekadente und melancholische Welt widerspiegelt. Seine Musik ist eine Feier des Lebens und der Liebe, auch wenn sie oft in Trauer um die zentrale Figur María eingebettet ist. Die Aufführung von „María de Buenos Aires“ ist somit nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch ein eindrucksvolles Tanzvergnügen, das zum Mitbewegen und Fühlen einlädt.
Die Premiere dieser außergewöhnlichen Operita findet am 7. Februar 2026 in Düsseldorf statt, gefolgt von weiteren Aufführungen, darunter am 27. Februar, 22. März, 4. April und 10. April. Zudem wird die Produktion auch im Theater Duisburg zwischen dem 4. und 18. Juli 2026 aufgeführt. Die Inszenierung verspricht nicht nur ein intensives Rhythmuserlebnis, sondern auch eine hochwertige Darbietung mit beeindruckenden Protagonisten, Kostümen, Bühnenbild und Lichtkunst. Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Carmela Delgado, die mit ihrem Bandonéon die Klangwelt Piazzollas lebendig werden lässt.
Die einzigartige Kombination aus traditionellem Tango, klassischer Musik und Jazz, gepaart mit surrealistischer Poesie, lässt die Zuschauer eintauchen in die Seele von Buenos Aires. Diese Inszenierung ist eine absolute Empfehlung für alle Liebhaber der Musik und des Tanzes, die sich von der melancholischen Schönheit und dem emotionalen Ausdruck dieser besonderen „Tango Operita“ mitreißen lassen wollen. Wer die Magie des Tangos erleben möchte, sollte sich die kommenden Aufführungen nicht entgehen lassen. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf Hallo Herne und auf der Website der Deutschen Oper am Rhein.