In Arnsberg, genauer gesagt in Holzen, Wettmarsen, heißt es heute „Achtung, Blitzer!“ Ein mobiler Geschwindigkeitsmessstandort sorgt dafür, dass Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit achten. Dieser steht in einer 50 km/h-Zone am Kirchlinder Feld, wo vielleicht so mancher glatt über das Tempolimit saust. Laut news.de wurde der Blitzer heute um 14:34 Uhr eingerichtet, und die letzte Aktualisierung der Informationen kam um 19:17 Uhr. Es ist also wichtig, auch am Abend noch darauf zu achten, wo man die Gaspedal tritt.
Das Besondere an diesem Blitzerstandort ist, dass sich die Positionen der Messstellen während des Tages ändern können oder neue Standorte hinzukommen, was das ‚Blitzen‘ für die Autofahrer unberechenbar macht.
Die Toleranzregelung
Viele Autofahrer stellen sich die Frage, wann sie beim Blitzern tatsächlich erwischt werden. Hier hilft ein wenig Wissen über die geltenden Toleranzen. Grundsätzlich gibt es in Deutschland einen Toleranzabzug bei Geschwindigkeitsübertretungen. So wird bei Geschwindigkeiten bis 100 km/h ein Sicherheitsabschlag von 3 km/h angerechnet. Bei Überschreitungen über 100 km/h liegt der Abzug bei 3 Prozent der gemessenen Geschwindigkeit, wie ADAC erklärt. Bei mobilen Messungen, die mit dem ProViDa-System durchgeführt werden, wird sogar von einem Abzug von 5 km/h bis 100 km/h sowie 5 Prozent bei Geschwindigkeiten darüber berichtet.
Interessant ist, dass auch die Technik einen Einfluss auf diese Werte hat. Bei anderen mobilen Messsystemen sollten die Geschwindigkeiten über einen Zeitraum von 400 bis 500 Metern gemessen werden. Dabei bleibt der Abstand zum Fahrzeug konstant und kann sogar einen Toleranzabzug von bis zu 20 Prozent mit sich bringen. Solche Abläufe führen manchmal zu verwirrenden Situationen und erforden von den Autofahrern eine gute Kenntnis der Regeln, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.
Fehleranfälligkeit bei Bußgeldbescheiden
Doch nicht nur die Geschwindigkeiten und Toleranzen sind entscheidend, auch die korrekte Umsetzung bei Bußgeldbescheiden spielt eine große Rolle. Statistiken zeigen, dass etwa 56 Prozent der Bußgeldbescheide fehlerhaft sind. Diese Fehler können durch Überlastung der Bußgeldstellen oder Messfehler entstehen, so berichtet bussgeldportal.de. Umso wichtiger ist es, bei Zweifeln an der Richtigkeit eines Bescheids rechtzeitig zu handeln und nötigenfalls Einspruch einzulegen. Schließlich möchte niemand für ein Vergehen bestraft werden, das er in Wahrheit gar nicht begangen hat.
Wer also durch Holzen, Wettmarsen und Umgebung fährt, sollte ein gutes Händchen beim Fahren beweisen und die Geschwindigkeit stets im Auge behalten, um Bußgelder und Punkte auf dem Flensburger Konto zu vermeiden, die schnell zur unangenehmen Überraschung werden können.