Am Dienstag, den 25. November, führte die Polizei im Kreis Herford umfangreiche Kontrollen zur Bekämpfung von Eigentumskriminalität durch, die insbesondere auf Wohnungseinbruchdiebstahl fokussiert waren. Die verstärkte Präsenz zeigte sich durch zahlreiche Fuß- und Fahrzeugstreifen sowie zwei feste Kontrollstellen an den Einfahrtstraßen des Kreisgebiets. Laut nw.de wurden während dieser Einsätze mehrere Verkehrsverstöße festgestellt und entsprechende Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt.

Ein besonderer Vorfall ereignete sich in Löhne gegen 15:30 Uhr, als ein verdächtiges Fahrzeug an der Alten Bünder Straße kontrolliert wurde. In diesem Fahrzeug befanden sich eine Person, während drei weitere Personen nahten. Diese vier Verdächtigen, die bereits in angrenzenden Geschäften eingekauft hatten, stehen im Verdacht, als Bande zu agieren. Bei der Kontrolle wurden zahlreiche Artikel gefunden, für die die Täter keinen Eigentumsnachweis erbringen konnten. Ein Teil der Ware stammte sogar aus einer Drogierie in der Nähe.

Die Verdächtigen und ihre Masche

Die tatverdächtigen Personen sind zwei Männer im Alter von 38 und 42 Jahren sowie zwei Frauen von 33 und 37 Jahren, alle ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Dabei gehen die Ermittler davon aus, dass die Gruppe zuvor auch andere Geschäfte im Kreisgebiet besucht hat, wo sie ebenfalls Diebstähle verübt haben könnten. Besonders besorgniserregend waren die bei der Durchsuchung des Fahrzeugs gefundenen speziell präparierten Tathilfsmittel, die auf eine gezielte Vorgehensweise hinweisen. Die vier Rumänen wurden vorläufig festgenommen und müssen sich nun wegen Bandendiebstahls verantworten. Die Ermittlungen dauern an.

Angesichts der steigenden Fallzahlen von Wohnungseinbruchdiebstählen in den letzten Jahren zeigt der Kontrolltag, wie wichtig die präventiven Maßnahmen der Polizei sind. Das Bundeskriminalamt (BKA) hebt hervor, dass Wohnungseinbruchdiebstahl nicht nur materielle Schäden, sondern auch ein vermindertes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung nach sich zieht. Die Daten zeigen, dass die Fallzahlen 2022 wieder angestiegen sind, mit 65.908 Fällen und einer weiteren Erhöhung auf 77.819 im Jahr 2023, wie bka.de berichtet.

Die Situation der Eigentumskriminalität

Die Situation in Deutschland zeigt, dass Wohnungseinbruchdiebstähle ein ernstzunehmendes Problem bleiben. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland etwa 119.000 Diebstähle in oder aus Wohnungen registriert. Davon wurden ca. 77.800 als Wohnungseinbruchdiebstahl klassifiziert, was einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt, jedoch immer noch deutlich unter dem Niveau von 2015 bleibt. Dies verdeutlicht die Herausforderung, vor der Polizei steht, insbesondere in städtischen Regionen, wo das Risiko für Einbrüche höher ist, wie auf statista.com festgehalten wird.

Die Ermittler der Polizei im Kreis Herford sehen den Kontrolltag als vollen Erfolg an und arbeiten weiterhin intensiv daran, die Eigentumskriminalität in der Region zu bekämpfen. Kontrollen wie diese sind Teil eines umfassenden Sicherheitsprogramms, das hohe Priorität bei den Polizeibehörden genießt. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sicherheitsbehörden, auch im internationalen Rahmen, spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Eigentumskriminalität.