In Höxter, einer Stadt, die sich zunehmend dem Thema erneuerbare Energien verschreibt, hat die Firma Stiebel Eltron jüngst die Produktion ihrer innovativen Wärmepumpen der „wpnext“-Generation aufgenommen. Besonders stolz auf die neuen Entwicklungen ist Stephan Höke, ein junger Familienvater aus Beverungen-Amelunxen, der früher als Dachdecker tätig war und nun im Gewerbegebiet „Zur Lüre“ in Höxter arbeitet. Höke und 21 seiner Kolleginnen und Kollegen sind die ersten, die diese Wärmepumpen in Höxter produzieren und er fühlt sich an seinem Arbeitsplatz rundum wohl. Quelle.
Die Entscheidung, einen neuen Standort in Höxter zu etablieren, fiel nicht zufällig. Stiebel Eltron hat das Gelände im Jahr 2022 erworben, um sich unabhängiger von russischem Gas zu machen, ein Schritt, der stark durch den Ukraine-Konflikt beeinflusst wurde. Der Standort umfasst vier Produktionshallen mit einer Fläche von 4.000 Quadratmetern sowie zwei Bürokomplexe von über 500 Quadratmetern. Ursprünglich sollte die Produktion bereits Ende 2023 beginnen, doch aufgrund eines erwarteten Absatzrückgangs wurde dieser Starttermin auf den 12. Januar 2026 verschoben.
Wachstum und Marktentwicklung
Der Markt für Wärmepumpen in Deutschland zeigt sich äußerst dynamisch. Der Absatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, und der Bundesverband Wärmepumpe rechnet für das kommende Jahr mit über 400.000 verkauften Geräten. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf das gestiegene Interesse an erneuerbaren Energien zurückzuführen. Am Hauptsitz in Holzminden beschäftigt Stiebel Eltron rund 2.000 Mitarbeiter, weltweit sind es etwa 5.000. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug 2024 rund 941 Millionen Euro. Quelle.
Die geplante Produktionsaufnahme in Höxter sieht zunächst zwei Schichten mit etwa zehn Mitarbeitern pro Schicht vor. Langfristig könnten hier bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen. Die genaue Anzahl der in 2026 produzierten Wärmepumpen bleibt allerdings ein Betriebsgeheimnis. Dies verdeutlicht das Engagement von Stiebel Eltron, sich in der Region zu verankern und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beizutragen.
Der Trend zu erneuerbaren Energien
Der Trend zur Nutzung von Wärmepumpen als primäre Heizquelle in Deutschland ist ungebrochen. Im Jahr 2024 nutzten 69,4 % der 76.100 fertiggestellten Wohngebäude Wärmepumpen, ein Anstieg von etwa 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Besonders in Einfamilienhäusern ist der Einsatz von Wärmepumpen mit 74,1 % weit verbreitet. Im Kontext der gesamten Heizungsversorgung ist zu beobachten, dass 73,9 % der neu gebauten Wohngebäude überwiegend mit erneuerbaren Energien beheizt wurden, was im Vergleich zu 38,5 % im Jahr 2014 einen enormen Fortschritt darstellt. Quelle.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die deutschen Bauherren zunehmend auf nachhaltige Heizlösungen setzen. Erdgas, das 2024 noch die zweitwichtigste primäre Energiequelle war, verliert an Bedeutung. Dieser Wandel hin zu erneuerbaren Energien wird durch innovative Unternehmen wie Stiebel Eltron in Höxter maßgeblich unterstützt.