Karneval ist nicht nur ein farbenfrohes Fest voller Freude und Tradition, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, insbesondere in Städten wie Köln. Eine aktuelle Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass die Umsätze während der Karnevalszeit auf beeindruckende zwei Milliarden Euro steigen werden. Dies geschieht trotz einer verkürzten Karnevalsaison, die in diesem Jahr nur 100 Tage dauert, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 100 Millionen Euro bedeutet. Die Gastronomie wird den größten Anteil am Umsatz ausmachen, gefolgt von Einzelhandel, Transport und Hotelübernachtungen. Besonders Köln sticht hervor: Hier werden rund 850 Millionen Euro Umsatz generiert, was über 40% des Gesamtumsatzes ausmacht.

Die Gastronomie in Köln allein erwirtschaftet rund 900 Millionen Euro. Im Einzelhandel fließen 400 Millionen Euro in die Kassen, vor allem durch den Verkauf von Kostümen, Kamelle und anderen Karnevalsartikeln. Auch der Transportsektor profitiert mit einem Umsatz von etwa 290 Millionen Euro, während Übernachtungen in Hotels weitere 210 Millionen Euro einbringen. Die Ticketverkäufe und der Wagenbau bringen ebenfalls einen stattlichen Umsatz von 162 Millionen Euro. Interessant ist zudem, dass während der Hauptkarnevalstage die Hotelpreise in Köln durchschnittlich fast 90 Euro höher sind, was einem Aufschlag von 66% entspricht. In anderen Städten wie Bremen und Rottweil sind die Preise um über 10% gestiegen, während Düsseldorf und Mainz eine Preissenkung verzeichneten, da diese Städte vor allem regionale Besucher anziehen. Weitere Details zu diesen Entwicklungen können auf der Website der Welt nachgelesen werden.

Wirtschaftskraft und soziale Dimensionen

Der Kölner Karneval hat in der Session 2024/25 eine Gesamtwirtschaftskraft von rund 850 Millionen Euro, was einem Zuwachs von etwa 40 Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung vor der Pandemie entspricht. Diese Umsatzsteigerung ist nicht nur auf die gestiegenen Preise für Essen, Getränke und Dienstleistungen zurückzuführen, sondern auch auf die hohe Nachfrage nach Übernachtungen, die während der Karnevalszeit stark ansteigt. In der laufenden Session wurden etwa 470.000 Übernachtungen gezählt, was 90.000 mehr als 2019 sind. Ein Großteil der 30.000 Ehrenamtlichen, die sich in verschiedenen Gesellschaften, Vereinen und Hilfsdiensten engagieren, trägt zum Gelingen des Festes bei, und 95 Prozent der Befragten betrachten den Karneval als ein wichtiges kulturelles Erbe der Stadt.

Doch nicht alles ist ungetrübt: Rund ein Fünftel der Kölner empfindet den Karneval als zu kommerziell. Es gibt Bedenken, dass das Brauchtum durch Sponsorenlogos, hohe Ticketpreise und Sicherheitszonen beeinträchtigt wird. Am Rosenmontag, der Höhepunkt der Feierlichkeiten, wurden über 300 Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten gezählt. Im Jahr 2025 fielen nach den Feierlichkeiten rund 460 Tonnen Müll an. Trotz dieser Herausforderungen schafft der Karneval Arbeitsplätze, belebt die Innenstadt und stärkt das Stadtimage. Ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit und Brauchtumspflege ist daher notwendig, um den Karneval in Zukunft erfolgreich zu gestalten. Weitere Einblicke in die wirtschaftlichen Aspekte des Karnevals finden Sie auf der Website von koelner-karneval.org.

Der Karneval als Wirtschaftsmotor

Insgesamt wird der Straßenkarneval in Deutschland am 27. Februar 2025 beginnen, und Wirtschaftsforscher schätzen die Umsätze während dieser Zeit auf insgesamt 2,1 Milliarden Euro. Die Gastronomie wird erneut die Branche sein, die am meisten profitiert, mit einem Umsatz von 925 Millionen Euro. Auch die Einzelhandelsbranche wird mit 449 Millionen Euro und die Logistik- und Transportbranche mit 322 Millionen Euro von dieser festlichen Zeit profitieren. Die Hotellerie wird mit 240 Millionen Euro ebenfalls nicht unerheblich zum Gesamtumsatz beitragen. In Köln steigen die Hotelübernachtungspreise um fast 80 Prozent, während die Aufschläge in Mainz und Düsseldorf marginal sind. Das späte Osterdatum in diesem Jahr könnte der Karnevalsindustrie einen zusätzlichen Schub geben, da die Karnevalssession 2025 115 Tage dauert und somit einen Rekordumsatz im Vergleich zum Vorjahr erzielen soll. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Tagesschau.