Die Stadt Kleve nimmt einen wichtigen Schritt in Richtung Inklusion: Eine Schulung für Gästeführer wurde organisiert, um Stadtführungen für alle Menschen verständlich und barrierefrei zu gestalten. Die Initiative wurde von WTM, der Stadt Kleve und der Lebenshilfe im Kreis Kleve ins Leben gerufen und fand im Wohnquartier Wagnerstraße der Lebenshilfe statt. Das Ziel ist klar: Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sollen die Stadtführungen genießen können, ohne sprachliche Barrieren.

Einführung in die einfache Sprache

Bei der Schulung lag der Fokus auf der „einfachen Sprache“, wobei die Unterschiede zwischen „leichter“ und „einfacher“ Sprache beleuchtet wurden. Martina Gellert von WTM betonte die Bedeutung dieser Fortbildung für die Teilhabe aller Menschen an Stadtführungen. Ergänzend merkte Sonja Lemm von der Stadt Kleve an, dass diese Initiative einen bedeutenden Beitrag zur Inklusion leistet und die gleichberechtigte Teilhabe aller unterstützt.

Praktische Anwendung und Schritte zur Umsetzung

Teil des Programms war auch eine praktische Schreibwerkstatt, in der die Teilnehmer die Grundlagen der einfachen Sprache anwenden und eigene Texte entwickeln konnten. Monika Hoolmann von der Lebenshilfe äußerte sich erfreut über das große Interesse der Gästeführer an der Thematik von Inklusion und Barrierefreiheit. „Ab Mitte 2026 sollen die ersten Stadtführungen in einfacher Sprache angeboten werden“, erläuterte sie.

Die positiven Aspekte der Initiative

Die Schulung stellt nicht nur eine wertvolle Weiterbildung für die Gästeführer dar, sondern zeigt auch ein wachsendes Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Die Lebenshilfe hat im Rahmen eines Aktion Mensch Projektes die Fortbildung konzipiert und durchgeführt, was das Engagement und die Notwendigkeit solcher Programme unterstreicht.

Insgesamt wird deutlich, dass die Stadt Kleve auf dem richtigen Weg ist, um eine inklusive und barrierefreie Umgebung zu schaffen, in der jeder die Möglichkeit hat, kulturelle Veranstaltungen und Stadtführungen zu genießen. Es ist zu hoffen, dass viele Städte diesem Beispiel folgen werden.

Wenn Sie mehr über das Thema erfahren möchten, schauen Sie auf die Seite von lokalkompass sowie den Austausch über barrierefreie Angebote. Weitere Informationen zur Entwicklung von Texten und Dokumenten finden Sie auch auf dochub.