Am Mittwoch, den 11. März, um 19 Uhr wird die Wasserburg Rindern in Kleve zum Schauplatz einer besonderen Lesung mit Michelle Engels und David Grüntjens. Das Duo ist bekannt aus dem Instagram-Auftritt der Kirchengemeinde St. Dionysus in Krefeld, wo sie unter dem Namen „Frengels und Chef“ auftraten. Sie lesen aus ihrem Spiegel-Bestseller „Dio Mio! Wenn Kirche Spaß macht, entsteht ein Ort der Begeisterung“. Die Lesung widmet sich der zentralen Frage: Wie kann Kirche wieder Spaß machen?

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, doch die Veranstalter bitten um eine Spende für das Projekt „Kirche digital“. Engels, die als Gemeindereferentin tätig ist, und Grüntjens, der als Pfarrer fungiert, möchten mit ihrem Bericht über ihren Weg und ihre Erkenntnisse in der Wasserburg Rindern dazu anregen, die Kirche neu zu denken, zu erfinden und zu beleben. Interessierte werden gebeten, sich unter www.wasserburg-rindern.de anzumelden.

Einblick in „Dio Mio!“

In ihrem Buch „Dio Mio! Wenn Kirche Spaß macht, entsteht ein Ort der Begeisterung“ teilen Engels und Grüntjens ihre Erfahrungen und Gedanken über die Kirche in der heutigen Zeit. Weitere Informationen über das Buch und seine Inhalte finden Sie auf der Seite des Verlags unter Penguin.de.

Das Anliegen der Autoren ist es, mit Humor und Kreativität neue Perspektiven auf die Kirche zu eröffnen. Dabei zeigen sie, dass es möglich ist, sowohl Tradition als auch Innovation zu vereinen. Diese Herangehensweise steht im Einklang mit dem Bestreben vieler Kirchgemeinden, sich an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen und innovative Formate zu entwickeln.

Innovationen in der Kirche

Die Lesung und das Buch sind Teil eines größeren Trends, der in vielen Kirchgemeinden zu beobachten ist. A+W unterstützt diese Gemeinschaften im Veränderungsprozess durch Coaching, Wissen, Methoden und Vernetzungsmöglichkeiten. Ziel ist die Etablierung einer Fehler- und Arbeitskultur, die ein iteratives Vorgehen ermöglicht. In diesem Kontext wird der Begriff der organisationalen Ambidextrie wichtig, da er beschreibt, wie Organisationen sowohl effizient als auch innovativ sein können.

Durch Experimentieren sollen neue Formen der Kirche entwickelt werden, während gleichzeitig Bestehendes verbessert wird. Eine „mixed economy“ wird angestrebt, in der Neues und Traditionelles ihren Platz finden. Dabei ist Teamarbeit entscheidend, um Innovation durch mehr Perspektiven, Kompetenzen und Freude an der Zusammenarbeit zu fördern. Lösungen sollen immer in enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe entwickelt werden, um Bevormundung zu vermeiden.

Die Ansätze, die in den letzten Jahren in den Kirchen eingeführt wurden, zeigen, dass Innovation oft in kleinen Schritten erfolgt. Prototyping wird als geeignete Methode genannt, um neue Ideen zu testen und weiterzuentwickeln. Zuhören ist dabei der Schlüssel, um sicherzustellen, dass Projekte den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Exnovation, also das bewusste Loslassen von Altem, schafft Raum für Neues und zeigt, dass kirchliche Mitarbeiter:innen und Mitglieder aktiv Veränderung anstoßen können.

Insgesamt zielt diese Entwicklung darauf ab, dass innovative Kirchgemeinden unterschiedliche Altersgruppen und Milieus ansprechen und positive spirituelle Erfahrungen bieten. Neue Formen und Orte der Kirche machen das kirchliche Leben bunter und sichtbarer. Die Kirche muss aktiv auf Menschen zugehen, um sie zur Mitgestaltung zu gewinnen und ein modernes, einladendes Umfeld zu schaffen.