Ein ganz normaler Vormittag in der inklusiven Kita „Lebensbaum“ in Schneppenbaum verwandelte sich kürzlich in eine wichtige Übung für den Ernstfall. Die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau führte eine umfassende Evakuierungsübung durch, die allen Teilnehmern half, sich auf mögliche Notfälle besser vorzubereiten. Das berichtet lokalkompass.de.
Gemeindebrandinspektor Tobias Lamers und sein Team leiteten die Übung, die sich vor allem auf die Sicherheit von Kindern und Erziehern fokussierte. Bei dieser Gelegenheit wurde ein realitätsnahes Brandszenario simuliert: Mit einer Nebelmaschine und dem Auslösen von Rauchmeldern wurde den Anwesenden ein eindrucksvolles Bild der Situation vermittelt, in der schnelles Handeln gefragt ist.
Vorbereitung auf den Ernstfall
Evakuierungsübungen wie diese sind nicht nur eine spannende Abwechslung im Kita-Alltag, sondern auch ein absolut wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit. Laut feuerwehr-ub.de sind solche Übungen entscheidend, um die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen sowohl der Kinder als auch des Personals zu stärken. Zudem helfen sie, Schwachstellen in Evakuierungsplänen zu identifizieren und zu verbessern, was in vielen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben ist.
Erste Rückmeldungen von den Kindern und Erziehern zeigten, dass sie ruhig und geordnet reagierten und das Gebäude rasch verließen. Nach der Übung folgte eine Nachbesprechung, bei der wichtige Abläufe gemeinsam reflektiert und Verbesserungsvorschläge gesammelt wurden. Die Feuerwehr demonstrierte zudem ihre Ausrüstung, was für die Kinder eine tolle Gelegenheit war, mehr über Feuerwehrarbeit zu erfahren und zu lernen, dass Feuerwehrleute ihre Helfer sind.
Expertenmeinungen und Empfehlungen
Die neue Fachempfehlung des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) untermauert die Bedeutung dieser Art von Übungen. Laut DFV-Vizepräsident Hermann Schreck sind sie nicht nur für die Sicherheit von Kindern und Personal unverzichtbar, sondern auch eine Chance, in gefährlichen Situationen richtig und geordnet zu handeln, wie man auf feuerwehrverband.de nachlesen kann.
Der brandneue 49-seitige Leitfaden bietet praxisorientierte Tipps, Checklisten und Vorlagen für Planung und Durchführung von Übungen. Ziel ist es, das Handeln in Notfällen zu erleichtern und das Vertrauen der Beteiligten zu stärken. Auch wenn gefährliche Situationen in Bildungseinrichtungen selten sind, so ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Die Empfehlungen sind außerdem kostenlos und online zugänglich, sodass interessierte Kitas und Schulen sich umfassend informieren können.
Solche Initiative wie die in Schneppenbaum sind also nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch ein Schritt zur Förderung einer Sicherheitskultur in unseren Einrichtungen für die Kleinsten. Denn Sicherheit sollte für alle das höchste Gut sein!