Am Donnerstag, den 19. März, findet im Restaurant Haus Hünnekes in Kranenburg ein Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve statt. Die Veranstaltung beginnt um 8.30 Uhr mit Kaffee und Brötchen und wird um 9 Uhr offiziell von Martin Kepser, dem Bürgermeister von Kranenburg, eröffnet. Im Mittelpunkt des Frühstücks steht das Thema der Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) in kleinen und mittelständischen Betrieben.
Die Keynote wird von Volker Wein, Steuerberater, und Gerrit Röhl, IT-Manager der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH, gehalten. Ihr Vortrag mit dem Titel „KI verstehen und nutzen: Ein Kompass für KMU“ beleuchtet die Funktionsweise von KI, rechtliche Aspekte sowie die Chancen, die sich für Unternehmen ergeben. Im Anschluss an die Keynote wird eine Gesprächsrunde moderiert von Andrea Franken stattfinden, in der auch Klemens van Bergen von der van Bergen GmbH und Oliver Burke von der Agentur Burke & Bienemann oHG teilnehmen werden. Das Thema der Diskussion: Der gewinnbringende Einsatz von KI im Unternehmen.
Die Chancen der Künstlichen Intelligenz
Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation und bietet vielfältige Chancen zur Effizienzsteigerung und zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen. Laut einer Bitkom-Studie sind bereits 57 % der deutschen Unternehmen aktiv in KI-Themen involviert, ein beachtlicher Anstieg im Vergleich zu nur 34 % im Jahr 2022. 20 % der Unternehmen setzen KI aktiv ein, während 37 % über deren Einsatz diskutieren oder planen, diesen zukünftig zu integrieren.
Besonders interessant ist, dass 78 % der Unternehmen KI eher als Chance denn als Risiko betrachten. Generative KI, die die Erstellung von Texten, Bildern, Videos und Programmcode ermöglicht, wird vor allem im Kundenkontakt (89 %) sowie im Marketing (40 %) genutzt. Dennoch stehen viele KMU vor Herausforderungen wie rechtlichen Unsicherheiten und Datenschutzanforderungen, die den Einsatz von KI erschweren können.
Herausforderungen und Strategien
Um diese Herausforderungen zu meistern, sind kulturelle Veränderungen innerhalb der Unternehmen notwendig. Klare Kommunikation und Weiterbildung der Mitarbeitenden spielen eine entscheidende Rolle. Laut Studien fühlen sich 82 % der Unternehmen durch rechtliche Einschränkungen und 73 % durch Datenschutzanforderungen behindert. Zudem sind 57 % der Mitarbeitenden offen für den Einsatz von KI, während 20 % diesen ablehnen, oft aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Überforderung.
Das MOIN-KI-Schema des Mittelstand Digital-Zentrums Hamburg bietet einen strukturierten Ansatz zur Planung und Umsetzung von KI-Projekten. Es umfasst acht Schritte, angefangen von der Identifikation der Herausforderungen und Motivationen bis hin zur Entwicklung eines Business Cases und einer umfassenden Strategie. Ziel ist es, KI-Technologien nachhaltig zu implementieren und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern.
Ein Blick in die Zukunft
Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation. Während viele Menschen sich der Potenziale und Auswirkungen von KI nicht bewusst sind, zeigen generative KI-Anwendungen wie ChatGPT, wie stark der KI-Einsatz weltweit zugenommen hat. KI erzielt bereits beeindruckende Ergebnisse in der medizinischen Diagnostik und führt in der Industrie zu effizienteren Prozessen und wirtschaftlichem Wachstum.
Die Unterstützung von KI in der Wissenschaft, insbesondere bei der Analyse großer Datenmengen, zeigt, wie vielseitig diese Technologie eingesetzt werden kann. Dennoch dürfen die Risiken beim Einsatz von KI nicht vernachlässigt werden. Eine zielgerichtete Regulierung ist notwendig, um die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen zu gewährleisten. Der Austausch und die Diskussion über diese Themen beim Unternehmerfrühstück in Kranenburg sind daher von großer Bedeutung für die Zukunft der regionalen Wirtschaft.
Für Interessierte sind Anmeldungen zur Veranstaltung online unter www.wfg-kreis-kleve.de möglich. Weitere Informationen zur Rolle von KI in kleinen und mittelständischen Unternehmen können unter diesem Link nachgelesen werden.