Die Moderatorin Andrea Kiewel berichtet von dramatischen Erlebnissen aus ihrem Leben in Israel während des Krieges zwischen Israel und dem Iran. In der RTL-Sendung «2025! Menschen, Bilder, Emotionen» schilderte sie, dass die Angst um ihr Leben während dieser spannungsgeladenen Zeit größer war als die Enttäuschung, das 25. Jubiläum des «ZDF-Fernsehgartens» nicht vor Ort in Mainz feiern zu können. Wie Radio Hochstift berichtet, lebte Kiewel zu dieser Zeit in Tel Aviv, was sie mittlerweile als ihr Zuhause betrachtet.

Kiewel konnte aufgrund des gesperrten Luftraums nicht nach Mainz reisen. Stattdessen sprangen Joachim Llambi und Lutz van der Horst für sie ein. Die Moderatorin erzählte von ihrer Zeit im Bunker, wo sie mehrere Alarme erlebte. Diese Erfahrungen bezeichnete sie als das bisher Schlimmste in ihrem Leben. «Ich sitze im Bunker und kann nur auf die nächste Sirene warten», so Kiewel, die die Situation als extrem belastend empfand, wie auch der Südkurier berichtet.

Ein Leben in Unsicherheit

Der Konflikt, der im Juni 2023 mit israelischen Luftangriffen auf iranische Atomanlagen begann, führte dazu, dass der Iran im Verlauf von zwölf Tagen etwa 550 ballistische Raketen auf Israel abfeuerte. Diese Angriffe hatten für Kiewel, die seit 2017 in Tel Aviv lebt, weitreichende persönliche Folgen. «Es fühlt sich an, als würde die Welt um einen herum zerbrechen», äußerte sie und fügte hinzu, dass solche Situationen sie demütiger und dankbarer machen.

Kiewel ist nicht nur beruflich in der Öffentlichkeit bekannt, sondern auch privat tief verwurzelt in Israel. Ihr Lebensentscheid war der Umzug nach Tel Aviv, und sie pendelte bereits ab 2015 zwischen Frankfurt und Tel Aviv. Derzeit lebt sie in einer Fernbeziehung mit einem Mann, den sie aus Sicherheitsgründen als „Astronauten“ bezeichnet, da er als Elite-Soldat tätig ist. Diese Beziehung bringt für Kiewel zusätzliche Sorgen und Herausforderungen mit sich, insbesondere angesichts der aktuellen Konfliktsituation. Wie sie auf Prisma erklärt, lernt sie Hebräisch, um die Kommunikation mit ihrem Partner zu verbessern.

Trotz Angst und Unsicherheit bleibt die Hoffnung

Inmitten all der Angst hegt Kiewel den Wunsch nach Frieden. Sie betet dafür, dass es keinen großen Krieg geben wird und spricht sich deutlich gegen Terror aus, unabhängig von politischen Ansichten über Israel. Ihre Erfahrungen während der Raketenangriffe und der ständigen Gefahr haben Eindruck auf sie hinterlassen, und sie ist sich der Herausforderungen bewusst, die das Leben in einem Krisengebiet mit sich bringt. «Ich will nicht weg von hier, das ist meine Heimat», macht sie deutlich und zeigt damit ihren ungebrochenen Willen, auch in turbulenten Zeiten in Tel Aviv zu bleiben.

Andrea Kiewels beeindruckende Geschichte verdeutlicht die Stärke und den Mut der Menschen, die in derartigen Krisen leben. Ihre Schilderungen sind nicht nur ein Zeugnis ihrer persönlichen Erfahrungen, sondern auch ein Aufruf zur Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die das Leben in einem Konfliktgebiet mit sich bringt.