Der Sitzungstart am 11. November 2025 war in Köln ein bunten Spektakel, das die Herzen der Jecken höher schlagen ließ. Tausende Menschen strömten in die Straßen, um den Beginn der Karnevalssaison gebührend zu feiern. Laut Radio Köln war die Stimmung fröhlich und die Feierlichkeiten verliefen im Großen und Ganzen friedlich. Überraschend wenige Einsätze verzeichneten das Ordnungsamt und der Rettungsdienst bis zum Abend, was die guten Nachrichten für die Stadt unterstrich.

Trotz des positiven Gesamteindrucks gab es einige Zwischenfälle, die für Unruhe sorgten. An der Zülpicher Straße trug ein Mann ein Kostüm mit einer Waffenattrappe, was die Aufmerksamkeit der Polizei erregte. Zudem wurden zwei Männer (17 und 19 Jahre) festgenommen, die auf einen 23-Jährigen eintraten, als dieser am Boden lag. Er musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Auch auf der Mozartstraße kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, als zwei Unbekannte einen jungen Mann mit einer Glasflasche verletzten.

Der Karneval und die Sicherheitslage

Köln, die größte Stadt in Nordrhein-Westfalen mit über 1,1 Millionen Einwohnern, hat sich als Zentrum kultureller Veranstaltungen etabliert. Der Kölner Karneval gehört dabei zu den bekanntesten Festen der Stadt, die für ihre offenen und fröhlichen Feiern berühmt ist. Doch die Sicherheitslage bleibt ein wichtiges Thema, insbesondere wenn man an die Vorfälle während der Feierlichkeiten denkt. So berichtete die Polizei, dass Körperverletzungen und auch sexuelle Gewalt gegen Frauen gemeldet wurden. Eine Polizistin wurde zudem bespuckt und ihr Funkgerät aus der Hand geschlagen.

Am Morgen nach den Feierlichkeiten musste die Polizei das Kwartier Latäng aufgrund von Überfüllung schließen, die Zugänge wurden jedoch am Nachmittag wieder geöffnet. Die genauen Zahlen zur Kriminalitätsbilanz werden nächste Woche veröffentlicht und könnten weitere Erkenntnisse über die Sicherheitslage während des Karnevals bieten.

Ein Blick auf die Statistiken

Ein Blick auf die Kriminalitätszahlen der vergangenen Jahre zeigt, dass Köln in der Karnevalszeit vor Herausforderungen steht. Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch wurden 2024 insgesamt 2259 Anzeigen bei der Polizei Köln eingereicht, ein Rückgang von 866 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig ist, dass es auch in den innerstädtischen Party-Schwerpunkten einen Rückgang bei den Körperverletzungen gab. Im Jahr 2024 wurden 444 derartigen Delikte verzeichnet, was im Vergleich zu den Vorjahren hoffnungsvolle Entwicklungen zeigt. Die Polizei war während der Karnevalstage mit starken Kräften präsent, um für Sicherheit zu sorgen.

Die Umfragen deuten darauf hin, dass während des Karnevals die allgemeine Sicherheit gefühlt besser geworden ist. Dem entgegen stehen jedoch die Herausforderungen, die auch in diesem Jahr nicht ausblieben. Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die kommenden Feierlichkeiten weiterhin friedlich verlaufen und die Kölner Jecken unbeschwert feiern können. Denn der Kölner Karneval ist nicht nur ein Fest, sondern auch eine Tradition, die tief in der Kultur der Stadt verwurzelt ist.