In Köln gibt es frischen Wind für den öffentlichen Nahverkehr: Der Verkehrsausschuss des NRW-Landtags hat dem Ausbau der KVB-Linie 1 zwischen Köln-Weiden und Bensberg das grüne Licht erteilt. Diese Entscheidung wurde heute, am 13. November 2025, getroffen und bringt einige Fortschritte mit sich, die für die Passagiere von großem Nutzen sein werden. So ist es nun grundsätzlich möglich, die Haltestellen für 90-Meter-Langzüge auszubauen, was die Kapazität der Stadtbahn erheblich verbessern könnte.

Doch nicht alles ist klar auf der Strecke: Eine wichtige Frage bleibt offen, ob die Trasse in der Innenstadt ober- oder unterirdisch ausgebaut wird. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) stellte klar, dass der Beschluss nicht gegen einen Tunnel spricht, was für Diskussionen sorgt. Diese Debatte war erst vor zwei Wochen auf die lange Bank geschoben worden, weil CDU und SPD Bedenken an Krischers Plänen geäußert hatten.

Politische Kontroversen

Die politischen Vertreter im Stadtrat scheinen sich uneinig zu sein. Am 3. April beschlossen CDU, SPD und FDP, die Planung für einen Tunnel fortzusetzen, während Krischer diese Entscheidung, um die Interimslösung nicht zu verzögern, ignorierte. Teresa De Bellis-Olinger von der CDU äußerte ihre Sorge, dass Köln an einem Provisorium festhängen könnte, während Lukas Lorenz von der SPD forderte, dass der provisorische Ausbau und der Tunnel im Paket betrachtet werden sollten. FDP-Ratsherr Ralph Sterck begrüßte die Entscheidung zur Verlängerung der Bahnsteige, wünscht sich aber ebenfalls, dass die Tunnelplanung nicht aus den Augen verloren wird.

Dennoch gibt es Hoffnung: Die Stadt Köln kann mit dem Ausbau der Haltestellen „unverzüglich“ beginnen, und die Untersuchungen im Innenstadtbereich verzögern sich dadurch nicht. Das sind positive Nachrichten für die Pendler und Fahrgäste, die auf eine moderne und leistungsfähige Verkehrsanbindung angewiesen sind.

Weitere Maßnahmen im Fokus

Im Rahmen des ÖPNV-Bedarfsplans wurden zudem zwei weitere Projekte in Köln genehmigt. Diese umfassen die Verlängerung der Stadtbahn Süd bis nach Rondorf und Meschenich, sowie die Kapazitätserweiterung für die KVB-Linien 4, 13 und 19. Hierbei sind insbesondere die Verlängerung der oberirdischen Bahnsteige und die Nachrüstungen im Brandschutz von Bedeutung.

Wie es scheint, gibt es also einiges zu tun im Kölner Nahverkehr. Während die Diskussionen über den besten Weg weitergeführt werden, steht die Verbesserung der Infrastruktur im Vordergrund. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Planungen entwickeln und wie bald die Kölner Bürger von den neuen Linien profitieren können.

Köln zeigt sich insgesamt optimistisch und bereit für die Veränderungen, die nicht nur den Verkehrsfluss, sondern auch die Lebensqualität der Bürger erhöhen können. Ob die Stadt jedoch auf den versprochenen Fortschritt setzen kann oder fehlt der Politik das Fingerspitzengefühl, um eine nachhaltige Lösung zu finden?