Heute ist der 5.03.2026. Der Kölner Dom, ein Meisterwerk der gotischen Architektur und ein Symbol der Stadt Köln, steht vor einer grundlegenden Veränderung. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 wird ein Eintrittsgeld für touristische Besucher eingeführt, eine Entscheidung, die vom Domkapitel in Köln bekannt gegeben wurde. Der genaue Betrag für das Eintrittsgeld ist noch nicht festgelegt, jedoch wird betont, dass der Besuch von Gottesdiensten und persönlichem Gebet weiterhin kostenfrei bleibt. Dompropst Guido Assmann erklärt, dass diese Maßnahme dazu beitragen soll, die finanzielle Situation der Kathedrale zu stabilisieren.

Derzeit ist der Zutritt zur Kölner Kathedrale grundsätzlich kostenlos, mit Ausnahme der Domschatzkammer und des Turms. Jährlich besuchen rund sechs Millionen Menschen den Kölner Dom, was ihn zur bekanntesten Kirche Deutschlands macht. Diese hohe Besucherzahl bringt nicht nur Freude, sondern auch Herausforderungen mit sich. Insbesondere die steigenden Sach- und Personalkosten haben dazu geführt, dass die Kathedrale seit 2019 mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt. Im Finanzbericht 2024 verzeichnete der Dom ein Minus von 240.000 Euro, mit einer Ausgabenhöhe von rund 14,2 Millionen Euro gegenüber Einnahmen von etwa 14 Millionen Euro.

Finanzielle Hintergründe

Die Finanzierung des Doms basiert auf einem Mix aus Zuschüssen des Erzbistums Köln, des Zentral-Dombau-Vereins, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln sowie durch Eigenmittel. Die täglichen Erhaltungskosten betragen etwa 23.200 Euro. Der Dompropst beschreibt den Kölner Dom als einzigartigen Ort der Zuversicht und Inspiration, dessen finanzielle Grundlage durch Spenden, Zuschüsse und eigene Einnahmen gestützt wird. Doch die Rücklagen sind „in absehbarer Zeit“ aufgebraucht, was die Einführung des Eintrittsgeldes umso drängender macht.

In den letzten Jahren sind die Unterhaltskosten gestiegen, und für 2026 wird ein Wirtschaftsplan von etwa 16 Millionen Euro erwartet, was rund 44.000 Euro pro Tag entspricht. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf Einnahmeausfälle während der Coronazeit zurückzuführen. Um die finanzielle Lage zu verbessern, wurden bereits Sparmaßnahmen ergriffen, darunter erhöhte Eintrittspreise für die Turmbesteigung und die Schatzkammer sowie eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl in der Dombauhütte von 100 auf 85.

Besucher und deren Einfluss

Die meisten Besucher des Doms sind Touristen, die auch zur Verschmutzung der historischen Stätte beitragen. Während in Deutschland die meisten Kirchen frei zugänglich sind, sind Eintrittsgelder für Kirchen im Ausland üblicher. So kostet der Eintritt zur Sagrada Família in Barcelona beispielsweise 26 Euro, während der Stephansdom in Wien mit 29 Euro zu Buche schlägt. Die Kölner Domverwaltung prüft, ob es Sonderkonditionen und Aktionstage mit freiem Eintritt geben kann, um den Zugang für alle Interessierten zu erleichtern.

Der Zugang zu Opferlichtern und zum stillen Gebet bleibt kostenfrei, und auch die Öffnungszeiten des Doms ändern sich nicht. Die Entscheidung über die Einführung des Eintrittsgeldes steht somit im Kontext der Bemühungen, den Kölner Dom als bedeutendes kulturelles Erbe nicht nur zu bewahren, sondern auch in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Diese finanziellen Maßnahmen sind entscheidend, um den Dom als eines der wichtigsten Wahrzeichen Deutschlands weiterhin für kommende Generationen zu erhalten.

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