Am Samstagabend im Borussia-Park war die Stimmung klar auf der Seite von Borussia Mönchengladbach, die im rheinischen Derby den 1. FC Köln mit 3:1 besiegten. Das Duell war das 99. Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Bundesliga und bot jede Menge Dramatik. Vor 54.042 Zuschauern hatte das Spiel seine Höhen und Tiefen, die sowohl auf dem Spielfeld als auch außerhalb für Gesprächsstoff sorgten.
Der Anfang der Partie war intensiv, mit frühen Chancen für Köln, doch Gladbachs Torhüter, Moritz Nicolas, zeigte beeindruckende Paraden. In der 45. Minute hatte Gladbach die Gelegenheit, in Führung zu gehen: Haris Tabakovic trat zum Elfmeter an, scheiterte jedoch an Kölns Defensive. Nur 49 Sekunden nach diesem misslungenen Versuch erzielte Philipp Sander tatsächlich das erste Tor für die Gastgeber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2). Damit ging Gladbach mit einer Führung in die Pause, die für Kölns Trainer, Lukas Kwasniok, wenig erfreulich war.
Die Wende im Spiel
Nach der Halbzeit machte Gladbach direkt weiter und konnte in der 61. Minute durch einen weiteren Elfmeter von Kevin Diks auf 2:0 erhöhen. Dieser wurde nach einem Foul von Kristoffer Lund für Gladbach zugesprochen. Nur drei Minuten später sorgte Tabakovic für den dritten Treffer und schickte Köln weiter in die Defensive (64.). Obwohl Köln im Anschluss alles versuchte, blieb der Druck ohne durchschlagenden Erfolg, bis Luca Waldschmidt in der zweiten Minute der Nachspielzeit per Strafstoß den Anschlusstreffer erzielte (90.+1).
Die Situation war für Gladbach mehr als wichtig, da sie bis zu diesem Spiel nur einen Sieg aus den ersten zehn Bundesliga-Spielen holen konnten und somit tief im Abstiegskampf steckten. Unter Interimstrainer Eugen Polanski zeigten sie nun jedoch einen spürbaren Aufschwung, nachdem sie zuvor auch im DFB-Pokal mit einem klaren Sieg (4:0 gegen St. Pauli und 3:1 gegen KSC) glänzen konnten. Der Derby-Sieg könnte für Polanski sogar den Weg zur Beförderung als Trainer ebnen.
Ein Talent in der Kritik
Für Köln war das Derby zudem eine bittere Enttäuschung. Das talentierte Supertalent, Said El Mala, der als große Hoffnung galt, wurde in der Halbzeit aufgrund seiner blassen Leistung ausgewechselt. El Mala, der eine Vergangenheit bei Gladbach hat und dort 2021 aussortiert wurde, konnte die Erwartungen nicht erfüllen.
Die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Borussia-Park waren ebenfalls bemerkenswert. Zahlreiche Polizeifahrzeuge und eine Reiterstaffel waren im Einsatz, und es galt ein Glas- und Flaschenverbot in der Stadt, um mögliche Auseinandersetzungen zu verhindern.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass das letzte Derby für Köln eine Kalenderwoche zum Vergessen ist. Das Team hat in den nächsten Spielen dringend Verbesserungen notwendig, um nicht den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren. Gladbach hingegen hat durch diesen Sieg einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht und vorübergehend den Rang zwölf in der Tabelle erobert. Die Diskussion um Trainerwechsel in der Bundesliga zeigt, wie schnell sich die Situation ändern kann, wie etwa bei Gladbach mit ihrem neuen Interimstrainer Polanski (Statista.
Für alle Fußballbegeisterten bleibt somit die Frage: Wie wird sich Köln im nächsten Spiel präsentieren? Die Antworten darauf werden wir bald sehen. Bis dahin wird über die Derby-Pleite und die Zukunft von Kwasniok sicherlich noch viel diskutiert werden.