In Köln findet heute, am 8. November 2025, eine beeindruckende Demonstration statt, die Tausende Kurden auf die Straßen bringt. Laut den aktuellen Angaben der Polizei sind etwa 15.000 Teilnehmer angemeldet, die sich für die Freilassung des PKK-Führers Abdullah Öcalan einsetzen werden. Die Demonstration beginnt um 10:00 Uhr und zieht durch verschiedene Teile der Innenstadt. Diese Aktion steht im Zeichen eines breiteren Friedensprozesses zwischen der PKK und der türkischen Regierung, wobei die PKK angekündigt hat, ihre Kämpfer aus der Türkei zurückzuziehen. Die Zeit berichtet, dass die PKK im Juli 2023 symbolisch ihre Waffen niederlegte.
Abdullah Öcalan, der seit 26 Jahren in der Haft ist, gilt als Repräsentant der kurdischen Bevölkerung. Die PKK verlangt von der türkischen Regierung ernsthafte Gespräche und die Freilassung Öcalans, um einen gerechten Frieden zu erreichen. Trotz dieser Bemühungen wird die PKK in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft, was den Konflikt umso komplizierter macht. Seit ihrer Gründung 1978 hat die PKK in asymmetrischer Kriegsführung gegen die türkischen Sicherheitskräfte gekämpft, was zu einem verheerenden Verlust von über 40.000 Menschenleben, vor allem unter der kurdischen Zivilbevölkerung, geführt hat.
Einblick in die PKK
Die PKK (Kurdistan Workers‘ Party) wurde ursprünglich gegründet, um einen unabhängigen kurdischen Staat zu fordern. Später änderte sich jedoch ihr Ziel auf Autonomie und erweitere politische sowie kulturelle Rechte für die Kurden in der Türkei. Im Mai 2025 kündigte sie ihre vollständige Auflösung an, was auf einen Wandel innerhalb der Organisation hinweist. Einige Analysten verwehren die Einstufung der PKK als terroristisch und argumentieren, dass sie nicht mehr systematisch Zivilisten angreift. Wikipedia bietet hierzu weitere Hintergründe und analysiert die Entwicklung der PKK seit ihrer Gründung.
Die heutige Demonstration ist jedoch nicht die einzige in Köln. Zudem findet eine weitere Kundgebung unter dem Motto „Stoppt den Genozid in Gaza“ mit rund 1.000 Teilnehmern statt. Auch eine Versammlung, die sich gegen Israelhass und Antisemitismus in der Stadt richtet, hat bis zu 30 Teilnehmer angemeldet. Diese Vielzahl an politischen Äußerungen zeigt das lebhafte Engagement der Kölner Bürger und ihre Auseinandersetzung mit aktuellen Themen.
In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen und der fortwährenden Relevanz der PKK und ihrer Forderungen ist die heutige Demonstration ein klarer Ausdruck des kollektiven Verlangens nach Frieden und Gerechtigkeit für die kurdische Gemeinschaft und darüber hinaus.