In Köln wird am kommenden Mittwoch, dem 6. November 2025, ein Schweigegang abgehalten, um an den Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 zu erinnern. Organisiert wird diese Gedenkaktion vom Evangelischen Kirchenverband Köln, dem Katholischen Stadtdekanat und dem Katholikenausschuss. Der Schweigegang startet um 18:00 Uhr am Jüdischen Museum (Kreuzung Obenmarspforten / Unter Goldschmied) und führt zur Synagoge an der Roonstraße 50, wo die Veranstaltung gegen 19:30 Uhr endet.
Das Gedenken ist ein Zeichen der Verbundenheit mit den jüdischen Nachbarn in der Stadt. Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent, weist auf die alarmierende Zunahme antisemitischer Vorfälle hin – bundesweit sind es durchschnittlich 24 Vorfälle pro Tag, was einem Anstieg von 77 Prozent zwischen 2023 und 2024 entspricht. Dies fordert von der Zivilgesellschaft eine klare Haltung und Zivilcourage.
Ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus
Beim Schweigegang werden verschiedene Organisationen und Gruppierungen tatkräftig unterstützen, darunter auch der Katholikenausschuss. Dessen Vorsitzender, Gregor Stiels, betont die Wichtigkeit, den jüdischen Mitbürgern Solidarität zu zeigen. Msgr. Robert Kleine, Stadtdechant, spricht von der Veranstaltung als einem wichtigen Zeichen gegen Antisemitismus und Judenhass.
Wichtig ist, dass die Teilnehmer keine Transparente oder Fahnen mitbringen, um die Ernsthaftigkeit des Anlasses zu unterstreichen. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.oekumenischer-schweigegang.de.
Filmische Erinnerungen und kulturelle Reflexion
So deutlich wie der Film auf die Grauen des Krieges hinweist, können ähnliche Gedenkveranstaltungen wie der Schweigegang auch helfen, Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und zu einer weltweit größeren Sensibilisierung für Antisemitismus beizutragen.