In Krefeld stehen einige Veränderungen an, die vor allem die Radfahrer unter den Bürgern freuen dürften. Es wurden Nachbesserungen an der Verkehrsführung auf der Philadelphiastraße angekündigt, nachdem sich Verwaltung und Kommunalbetrieb einen Überblick über den neu sanierten Abschnitt verschafft hatten. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte zuvor auf Mängel im Bereich der Radverkehrsführung hingewiesen, insbesondere auf eine kritische Engstelle, die Radfahrern möglicherweise Schwierigkeiten bereitet. Konkrete Zeitpläne für die Umsetzung der Änderungen fehlen aber noch. Wie RP Online berichtet, gibt es klare Stimmen aus der Bevölkerung, die sich eine bessere Gestaltung der Radwege wünschen.

Doch das ist nicht die einzige Initiative, die Krefelds Radfahrern zugutekommt. Nach vier Jahren gibt es eine Neuauflage des Krefelder Fahrradstadtplans. Dieser wurde jetzt mit verbesserten und ergänzten Informationen versehen. In dem neuen Konzept, das in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und dem ADFC Krefeld – Kreis Viersen entstanden ist, werden Radachsen, Rundwanderwege sowie Themenrouten und ein Radknotenpunktnetz aufgeführt. Besonders erwähnenswert sind die Hinweise auf Fahrradstraßen und Sicherheitsaspekte, die es Radlern erleichtern, sich sicher durch die Stadt zu bewegen, wie auf der Webseite des ADFC zu lesen ist. Der Plan kostet 6,50 Euro und enthält zusätzlich ein Beiheft mit ausgewählten Zielen und einem umfangreichen Straßenverzeichnis.

Fahrradfreundliche Infrastruktur

Der neue Fahrradstadtplan zeigt nicht nur attraktive Radstrecken auf, sondern auch gefährliche Stellen auf den Wegen, wo besondere Vorsicht geboten ist. Damit möchte man den Radfahrern helfen, die besten und sichersten Routen zu wählen. Die Informationen, die dort enthalten sind, beinhalten ebenso Empfehlungen zu kulturellen Einrichtungen, Sehenswürdigkeiten und Fahrradparkplätzen. Ab dem 8. Oktober begann der Verkauf im ADFC-Büro, gefolgt von einer Veranstaltung zum FahrRad!Aktionskreis, wo weitere Informationen und Austauschmöglichkeiten rund um das Thema Radeln angeboten werden.

Die Stadt Krefeld zeigt hier ein gutes Händchen für die Förderung des Radverkehrs. Es bleibt abzuwarten, wie die Nachbesserungen auf der Philadelphiastraße und die Veröffentlichung des neuen Fahrradstadtplans in der Praxis ankommen und ob diese Maßnahmen das Radfahren in Krefeld noch attraktiver machen.

Für Krefeld-Anwohner und Besucher gleichermaßen ist die Möglichkeit, jetzt auch barrierefreie Routen wählen zu können, besonders hervorzuheben. Dies könnte dazu beitragen, dass noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, was letztlich der Stadt und der Umwelt zugutekommt. Immerhin ist der Fahrradverkehr ein wichtiger Eckpfeiler der modernen Stadtplanung, wo Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit Hand in Hand gehen müssen.