Was geht in Krefeld? Ein ganz besonderes Experiment wurde kürzlich in den Himmel geschickt: Ein Schokokuss aus Krefeld hat im Rahmen eines Stratosphärenballonflugs des Gymnasiums Fabritianum Höhenluft geschnuppert. Mit einem einzigartigen Projekt im Hinterkopf haben sich die Schüler Anton Rütten, Ilinka Manole und Haimo Wang in den letzten zwei Jahren intensiv auf dieses Abenteuer vorbereitet. Es ist Teil des bekannten „Jugend forscht“-Wettbewerbs, der nicht nur Forschergeist weckt, sondern auch Kreativität und Teamarbeit fördert, wie RP Online berichtet.
Der große Tag war ein echtes Spektakel: Kurz bevor die Weihnachtsferien begannen, fiel der Startschuss auf einem Sportplatz voller begeisterter Schüler. Die Höhe der Stratosphäre beginnt in etwa 10 bis 15 Kilometern und reicht bis zu 50 Kilometern; der Ballon erreichte beim Flug eine beeindruckende Maximalhöhe von 31 Kilometern. Es war ein Blick hoch hinauf, der sowohl kleine als auch große Zuschauer in seinen Bann zog.
Das große Experiment
Jeweils drei Stunden schwebte der Ballon, ausgestattet mit Technik für Messungen und Diverses, durch die Lüfte und legte dabei eine Strecke von 231 Kilometern bis hin zu seinem Zielort, einem Dorf namens Metze, südlich von Kassel, zurück. Die Bergung des Ballons war für die Eltern der Schüler, die als chauffierende Unterstützer für die Rückfahrt bereitstanden, ein Kinderspiel – neben einem Waldstück und einem Bach fand man die Kapsel vollständig intakt, die sich dank eines cleveren Designs und der aufgespießten Kissen sogar den Aufprall gut überstanden hat. Der rote Fallschirm, der vorsorglich mitgeführt wurde, stellte sicher, dass alles sicher landete.
High-Tech kam durch einen selbstgebauten Datenlogger zum Einsatz, der die gesammelten Daten festhielt – die Abweichungen waren minimal im Vergleich zu einem kommerziellen Datenlogger. Auch wenn ein geplanter Kochtest mit einer Nudel nicht ganz nach Plan verlief, blieben die Schüler optimistisch und arbeiten bereits am nächsten Flug mit einer erweiterten Technik und weiteren Experimenten.
Die Faszination der Wissenschaft
In einem anderen medizinischen School-Projekt in Bremen starteten Schüler der Oberschule an der Koblenzer Straße ihren eigenen Stratosphärenballon am 26. Mai 2025. Ausgestattet mit Kamera und wissenschaftlichen Messgeräten, haben sie sich ebenfalls die Erforschung der Atmosphäre zur Aufgabe gemacht. Auch hier waren 16 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgänge mit von der Partie, unterstützt von ihren engagierten Lehrkräften. Es zeigt sich, dass der Drang, Neues zu erforschen und zu entdecken, ein treibender Motor für Schülergruppen in der Region ist, wie die Senatspressestelle Bremen berichtet.
Der Projektverlauf ist nicht nur eine aufregende Angelegenheit für die Schüler, sondern auch ein Zeichen für die Wichtigkeit von MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Die Oberschule in Bremen ist eine von nur sieben zertifizierten MINT-Schulen in der Stadt, was das Engagement und die Förderung naturwissenschaftlicher Fächer unterstreicht.
In der heutigen Welt sind solche Projekte nicht nur eine Besonderheit, sie sind ein Weg, ein gutes Händchen für Forschung und Technik zu zeigen. Die Begeisterung der Schüler ist ansteckend und die Erfolgsaussichten beim nächsten großen Flug rücken immer näher. Es bleibt zu hoffen, dass wir von Krefeld bis Bremen angenehme Nachrichten über neue Höhenflüge und große Entdeckungen hören werden!





