Am Sonntag, dem 22. Juni 2025, haben Einsatzkräfte der Feuerwehr in Leverkusen-Küppersteg eine tragische Entdeckung gemacht: Sie bargen einen 40-jährigen Mann tot aus dem Kleinen Silbersee. Laut lokalklick.eu fand eine Drohne, die von Bereitschaftspolizisten gesteuert wurde, die Leiche während eines Überflugs.

Am Vorabend hatte der Mann gemeinsam mit Bekannten am Ufer gefeiert und Alkohol konsumiert. Während seine Freunde nach einer durchzechten Nacht den Heimweg antraten, blieb der 40-Jährige allein zurück. Als seine Freunde am Sonntagmorgen merkten, dass er nicht nach Hause gekommen war, alarmierten sie die Polizei. Vor Ort fanden sie nur sein Handtuch und seine Kleidung. Die Kriminalwache hat die Ermittlungen aufgenommen, derzeit gibt es jedoch keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Suche nach dem Vermissten

Die Suche nach dem Mann hatte bereits Samstagabend begonnen, als seine Freunde ihn vermissten. Die Feuerwehr wurde um 22 Uhr informiert und leitete sofort eine umfassende Suchaktion ein, die auch Schlauchboote und eine Hundestaffel umfasste. Ein Polizeihubschrauber kam am Sonntagmorgen hinzu, um die Suche aus der Luft zu unterstützen. Die Sichtungen am Ufer des Silbersees, der meist zwischen drei und vier Metern tief ist, waren zunächst erfolglos.

Wie die Rundschau berichtet, beschloss die Feuerwehr aufgrund der Herausforderungen in der Dunkelheit, die Suche vorübergehend abzubrechen. Am nächsten Morgen ging die Polizei erneut mit Hochdruck auf die Jagd nach dem Vermissten und setzte sogar einen Leichenspürhund ein. Schließlich wurde die Leiche des 40-Jährigen am Sonntag geborgen, und Angehörige wurden umgehend informiert.

Tragische Häufung von Badeunfällen

Diese tragische Meldung ist Teil eines größeren traurigen Trends. Die DLRG berichtete, dass im Jahr 2023 insgesamt 411 tödliche Unfälle in Gewässern in Deutschland verzeichnet wurden, was einen Anstieg von 31 Todesfällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies ist die dritte Erhöhung in Folge, und es ist das erste Mal seit 2019, dass die Zahl der Ertrunkenen wieder über 400 liegt. DLRG Präsidentin Ute Vogt äußerte die Hoffnung, dass durch verstärkte Aufklärung die Menschen für die Gefahren in Gewässern sensibilisiert werden, insbesondere jetzt, wo die Sommermonate vor der Tür stehen. Zudem plant die DLRG, Eltern kleiner Kinder über die speziellen Risiken aufzuklären.

Die Ermittlungen der Polizei im Fall des 40-jährigen Mannes dauern an. Zeugen, die möglicherweise weitere Informationen haben, werden gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail zu melden. Solche tragischen Vorfälle sollten uns allen als Mahnung dienen, die Sicherheit in Gewässern ernst zu nehmen.