In Leverkusen tut sich einiges in Sachen Künstliche Intelligenz (KI). Die CDU hatte bereits vor einem Jahr eine klare Forderung gestellt, mehr KI in der Verwaltung einzusetzen. Das Ziel: die Verwaltung soll schneller, effektiver und vor allem bürgerfreundlicher werden. Die Parteichefs betonten, dass eine verstärkte Nutzung von KI nicht nur die Datenanalyse und das Ressourcenmanagement optimieren, sondern auch die Attraktivität der Stadt als Arbeitgeber steigern könnte. Ein Blick auf die aktuelle Lage zeigt, dass die Verwaltung mittlerweile einen Sachstandsbericht zur KI-Einführung vorgelegt hat, auf den der Grüne Fraktionschef Claudia Wiese neugierig nach dem Stand der Dinge fragte. Auf den ersten Blick klingt dies nach dem Beginn einer spannenden Reise zu einer digitaleren Zukunft in Leverkusen, doch wie schnell können solche Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden?
Der Weg zur Digitalisierung steht auf der Tagesordnung vieler Kommunen in Deutschland. Ein besonders aufschlussreicher Bestandteil ist eine Studie des Fraunhofer IAO, geleitet von Steffen Braun und verfasst von Prof. Dr. von Lucke von der Zeppelin Universität. In dieser Untersuchung nahmen zehn Kommunen und Regionalverbände an Workshops teil, um die Relevanz der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass es zahlreiche Anwendungsbeispiele für KI gibt, wie etwa Chatbots, persönliche Sprachassistenten sowie Service-Roboter. Diese digitalen Assistenten könnten die alltäglichen Aufgaben der Verwaltung erheblich erleichtern, sodass Mitarbeitende sich auf die wesentlichen Anliegen der Bürger konzentrieren können.
Vorteile und Herausforderungen
Zu den Herausforderungen zählt jedoch die effektive Umsetzung dieser Technologien. Die Studie bietet verschiedene Empfehlungen zur Implementierung von KI-lösungen in der Verwaltung und analysiert gleichzeitig die aktuellen Verfahren und Prozesse sowie deren Stärken und Schwächen. Dabei können realistische Zukunftsszenarien, die die Wechselwirkungen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz beleuchten, aufschlussreiche Diskussionen anstoßen. Es werden unter anderem drei Szenarien vorgestellt: von einer Verwaltung, die vollkommen von KI-Systemen dominiert wird, bis hin zu einem Überwachungsstaat, oder einer konstruktiven Kombination menschlicher und künstlicher Intelligenz.
Die politischen Entscheidungsträger sind aufgefordert, die Handlungsempfehlungen zu ernst zu nehmen und Anreize für die tatsächliche Nutzung von KI in der Verwaltung zu schaffen. Auch auf der Morgenstadt Werkstatt 2020 wird das Thema der kommunalen Nutzungsmöglichkeiten von KI am 5. und 6. März behandelt, was für zusätzlichen Austausch und Ideen sorgen könnte.
Die Digitalisierung bringt viel Potenzial mit sich, birgt aber auch die Gefahr, in alte Muster zurückzufallen, wenn nicht klar vorgegangen wird. Vor diesem Hintergrund könnte die Stadt Leverkusen ein gutes Beispiel für andere Kommunen sein, die ebenfalls den Weg in die digitale Zukunft einschlagen wollen. Natürlich bleibt abzuwarten, wie schnell die implementierten Strategien Früchte tragen und ob die Stadtverwaltung tatsächlich „ein gutes Händchen“ für den Einsatz von KI zeigt. Die Bürgerinnen und Bürger warten gespannt auf Ergebnisse, die ihren Alltag erleichtern könnten.
RP Online berichtet, dass …
Fraunhofer IAO hebt hervor, dass …