Silvester-Chaos in Köln: Polizei verwahrt 29 Feiernde und sichert fünf Messer!
Polizei-Leverkusen und Köln zogen Bilanz nach Silvester 2025/26: Einsatzkräfte bei mehreren Vorfällen gefordert.

Silvester-Chaos in Köln: Polizei verwahrt 29 Feiernde und sichert fünf Messer!
In der Silvesternacht 2025/26 waren in Köln und Leverkusen mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, um die Ordnung während der Feierlichkeiten zu gewährleisten. Direkt vor Mitternacht strömten zahlreiche Menschen an die beliebten Orte wie die Rheinuferpromenade, die Kölner Ringe und das Zülpicher Viertel. Doch nach dem Jahreswechsel sank die Anzahl der Feiernden rapide, was die Polizei dazu brachte, die Lage genauer zu beobachten.
Bis 6 Uhr morgens hatten die Einsatzkräfte in beiden Städten insgesamt 86 Platzverweise erteilt und 29 Personen in Gewahrsam genommen. Dabei wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und sogar sexueller Belästigung eingeleitet. Besorgniserregend war auch der Einsatz von fünf sichergestellten Messern, der die ohnehin angespannte Lage weiter verschärfte. Auch im Bereich des Straßenverkehrs war die Polizei aktiv: Über 40 Autofahrer wurden kontrolliert, und bei vier von ihnen mussten die Führerscheine sofort abgeben werden, weil sie unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss standen, wie lokalklick.eu berichtet.
Chaos und Auseinandersetzungen
Die Vorfälle, die die Silvesternacht in Köln und Leverkusen prägten, waren teils alarmierend. In Köln-Mülheim wurde kurz vor Mitternacht eine Gruppe gemeldet, die aus einer Schreckschusswaffe auf Autos geschossen hatte. Die Polizei stellte einen Verdächtigen, der mit der Waffe festgenommen wurde. Wenn die Polizei denkt, das Schlimmste sei bereits überstanden, drohte eine weitere Eskalation: Gegen 0.20 Uhr beschoss ein Mann auf dem Hohenzollernring Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern und wurde in Gewahrsam genommen.
Aber die Auseinandersetzungen nahmen kein Ende; um 1 Uhr bewarfen Jugendliche im Görlinger Zentrum in Bocklemünd die Polizisten gezielt mit Pyrotechnik. Dabei wurden zwei 14-Jährige identifiziert und ihren Erziehungsberechtigten übergeben, so express.de.
In Leverkusen war ebenfalls einiges los. Gegen 2.15 Uhr wurde die Polizei zu einer brennenden Mülltonne in Rheindorf gerufen, wo die streifenden Beamten von Unbekannten mit Feuerwerkskörpern und einer Schreckschusswaffe attackiert wurden. Bei ihrer Rückkehr zu ihrem Streifenwagen mussten die Polizisten feststellen, dass Front- und Heckscheiben sowie Außenspiegel mutwillig beschädigt worden waren. Glücklicherweise blieben die Beamten unverletzt, obwohl die Gewaltbereitschaft in der Nacht besorgniserregend war.
Verkehrsdelikte und Verletzte
Der Abend war nicht nur von gewaltsamen Auseinandersetzungen geprägt. Gegen 5 Uhr versuchte ein 25-jähriger Autofahrer, sich einer Kontrolle zu entziehen, was zu einem Unfall führte. Auch hier deutete alles darauf hin, dass er unter Drogeneinfluss stand. Wenig später wurde eine Schlägerei gemeldet, die gegen 4 Uhr zu einem weiteren Einsatz führte. Ein aggressiver Mann musste ins Polizeigewahrsam gebracht werden, während zwei Personen leichte Verletzungen erlitten und ins Krankenhaus gebracht wurden.
Die Polizei wird in den kommenden Tagen eine detaillierte Kriminalitätsbilanz vorlegen, die für den 8. Januar angekündigt ist. Damit bleibt abzuwarten, ob diese alarmierenden Vorfälle in Köln und Leverkusen Einzelfälle darstellen oder ob es sich um einen besorgniserregenden Trend handelt, der nach einer umfassenden Analyse verlangt, ähnlich wie es tagesspiegel.de bereits für andere Städte festgestellt hat.