In der Stadt Leverkusen wird ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Schulwegsicherheit unternommen. Um die Sicherheit von Schüler*innen an der Rathenaustraße zu erhöhen, wird hier eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h eingeführt. Laut Leverkusen.de gilt diese Regelung montags bis freitags von 07:00 bis 16:00 Uhr während der Schulzeiten. Besonders kritische Situationen sind an der Bushaltestelle Hindenburgstraße Ecke Rathenaustraße / Am Stadtpark festzustellen, wo viele Schüler*innen nach dem Aussteigen aus dem Bus die Straße in Richtung der umliegenden Schulen überqueren.
Leider zeigt sich, dass zahlreiche Fahrzeugführer die Busse mit Warnblinker häufig mit überhöhten Geschwindigkeiten überholen und sich nicht an die erforderliche Schrittgeschwindigkeit halten. Dies ist besonders besorgniserregend, da die hohe Anzahl von Schüler*innen regelmäßig die Querungshilfe und Fußgängerbedarfsampel in diesem Bereich nutzt. Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung ist daher nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig, um gefährliche Verkehrssituationen zu vermeiden.
Gemeinsames Vorgehen für die Sicherheit
Diese Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung wurde in enger Abstimmung mit verschiedenen Beteiligten wie der Polizei Köln, dem Nahverkehrsunternehmen wupsi sowie den lokalen Schulen, der Realschule am Stadtpark und dem Lise-Meitner-Gymnasium, beschlossen. Die neuen Straßenschilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung wurden bereits von den Technischen Betrieben (TBL) installiert.
Die Bedeutung der Schulwegsicherheit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der Begriff umfasst nicht nur Gefahren durch den Straßenverkehr, sondern auch weitere Bedrohungen für Kinder auf ihrem Weg zur Schule. Historisch gesehen gibt es seit mehr als einem Jahrhundert Initiativen, um die Sicherheit von Schulkindern zu verbessern. So wurde bereits 1906 ein Erlass erlassen, der Schulen aufforderte, Kinder über Verkehrsdanger aufzuklären, was von Wikipedia gut dokumentiert wird.
Verkehrssicherheit in Zahlen
Aktuelle Statistiken zeigen, wie wichtig solche Maßnahmen sind. Im Jahr 2024 verunglückten in Deutschland mehr als 27.000 Kinder im Straßenverkehr, wobei 53 tragische Todesfälle zu beklagen waren. Davon starben 21 Kinder als Mitfahrende in Pkw, 21 als Fußgänger und 8 als Radfahrer, wie das Bundesministerium für Verkehr berichtet.
Die Unfallzahlen sind zwar seit den 1970er Jahren gesunken, dennoch bleibt der Fahrzeugverkehr die größte Gefährdung für Kinder auf ihrem Schulweg. Somit sind präventive Maßnahmen wie die neue Geschwindigkeitsbegrenzung unerlässlich. Auch Konzepte wie der Pedibus, bei dem Kinder in Gruppen zur Schule gehen, zeigen positive Effekte auf die Sicherheit im Straßenverkehr.
Die Verbesserung der Schulwegsicherheit erfordert Zusammenarbeit aller Beteiligten: Eltern, Schulen, Behörden und die Gesellschaft als Ganzes sind gefragt. Jedes Kind hat das Recht, sicher zur Schule zu kommen – mit gutem Grund, denn bei der Schulwegsicherheit stehen die Sicherheit und das Wohlergehen der Jüngsten im Mittelpunkt.