Die europäische Schwimm-Szene befindet sich im Aufbruch, und heute, am 2. Dezember 2025, wird das eindrucksvoll beim Auftakt der 23. Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin, Polen, unter Beweis gestellt. Deutsche Schwimmer sind hier besonders am Puls des Geschehens. So liefert Isabel Gose einen glänzenden Auftakt und holt in einem packenden Finale über 400 Meter Freistil nicht nur Gold, sondern bricht auch den bisherigen deutschen sowie den europäischen Rekord. Gose schwimmt mit einer Zeit von 3:54,33 Minuten und unterbietet damit die beeindruckende Bestmarke der spanischen Schwimmerin Mireia Belmonte, die bis dato bei 3:54,52 Minuten lag. Damit stellt Gose ihr persönliches Bestes um mehr als zwei Sekunden ein, was die Euphorie unter den deutschen Fans nur noch steigert. Laut radiolippe.de handelt es sich dabei um ihren ersten Titel bei Kurzbahn-Europameisterschaften nach dem EM-Gold auf der Langbahn im Jahr 2022.
Mit Isabel Gose hat sich eine Athletin an die Spitze gekämpft, die zuvor bereits bei Weltmeisterschaften auf der 25-Meter-Bahn glänzte und dort Gold und Silber eroberte. Ihr Erfolg ist ein weiterer Treffer in einer Reihe von bemerkenswerten Leistungen, da sie bei früheren Europameisterschaften auch Silber und zwei Mal Bronze gewinnen konnte. In diesem speziellen Rennen überwältigt Gose die Konkurrenz und krönt sich zur neuen Europameisterin. Als eine weitere bemerkenswerte Leistung kam von ihrem Teamkollegen Lukas Märtens, der über die gleiche Distanz die Silbermedaille sichert. Märtens schwimmt eine respektable Zeit von 3:36,51 Minuten, muss sich jedoch im Schlussspurt dem Briten Jack McMillan geschlagen geben, der mit 3:36,33 Minuten ins Ziel kommt.
Starke deutsche Leistungen
Wie sportschau.de berichtet, war Märtens nach vier Jahren zurück auf der Kurzbahn und enttäuschte nicht. Er hatte vor dem Wettkampf betont, ohne große Erwartungen antreten zu wollen. Diese sportliche Demut scheint sich ausgezahlt zu haben. Mit einem großartigen Schlusssprint hielt er lange Zeit die Führung, bevor er im Endspurt von McMillan überholt wurde. Johannes Liebmann, ein weiterer Spitzenathlet im deutschen Team, sichert sich mit einer Zeit von 3:37,39 Minuten den vierten Platz und gelingt damit ein Juniorenweltrekord.
Die Schwimmwettkämpfe in Lublin, wo die Athleten im Aqua Lublin gegeneinander antreten, ziehen insgesamt 533 Teilnehmer aus 45 Nationen an. Deutschlands starke Delegation von 31 Athleten zeigt bereits durch diese ersten Ergebnisse, dass man hier eine ernsthafte Medaillenhoffnung hegen kann. Außerdem ist zu erwähnen, dass im Vorlauf über 4 × 50 Meter Freistil die deutsche Frauen-Staffel einen neuen Rekord mit 1:35,69 Minuten aufstellt. Auch Angelina Köhler beeindruckte im Halbfinale über 50 Meter Schmetterling und stellte mit 25,06 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf.
Ein internationales Event
Die Kurzbahneuropameisterschaften 2025 finden vom 2. bis 7. Dezember statt und werden vom europäischen Schwimmverband European Aquatics organisiert. Dies markiert die zweite Austragung dieses Events in Polen, nach 2011. Es werden 42 Entscheidungen getroffen, und ein Preisgeld von insgesamt 220.000 Euro wird an die besten Leistungen ausgeschüttet. In Anbetracht der angespannten politischen Lage dürfen russische und belarussische Athleten nur unter neutraler Flagge antreten, was die Wettbewerbssituation weiter belebt.
Im Laufe der kommenden Tage dürfen die Fans auf weitere spannende Wettkämpfe und möglicherweise neue Rekorde hoffen. Die Athleten sind bereit, alles zu geben, und das Publikum kann sich auf Action und Emotionen freuen. Nach einem so vielversprechenden Auftakt ist das große Interesse für die darauffolgenden Wettbewerbe sicher.