Am Samstag, dem 15. Februar 2026, wird die Ziegelstraße und der Dingeringhauser Weg im Märkischen Kreis zum Schauplatz eines bunten Karnevalsumzugs. Unter dem Motto „Lachen und Singen auf Rädern“ wird eine Freundesgruppe von etwa 30 Personen fröhlich durch die Straßen ziehen. Dieser Umzug hat eine lange Tradition, die im Jahr 2009 mit lediglich 20 Teilnehmern begann. In den letzten Jahren erfreute sich das Event immer größerer Beliebtheit, und die kreativen Themen und geschmückten Bollerwagen tragen zur festlichen Stimmung bei. Musikalisch wird der Umzug mit kölscher Musik aus der Dose untermalt, was die Feierlichkeiten zusätzlich beflügelt.

In diesem Jahr stehen die 1970er Jahre im Fokus. Von Flower Power bis hin zu einem Themenwagen „Brü-Lü-Lü“, der Bauarbeiter und Druckbetankung thematisiert, wird alles geboten. Auch Verkleidungen, inspiriert von Kati Witt und jamaikanischen Bobfahrern, sorgen für Aufsehen. Männer mit Schnauzbärten und Frauen mit langen Haaren werden das Straßenbild prägen. Ziel des Umzugs ist es, fröhliche Begegnungen und Feierlichkeiten im privaten Kreis zu fördern. Der letzte Umzug vor der Coronapandemie fand kurz vor den tiefgreifenden Einschnitten im gesellschaftlichen Leben statt. Mehr Informationen dazu finden Sie in einem Artikel auf lokaldirekt.de.

Kultur in Zeiten der Pandemie

Die Auswirkungen der Coronapandemie auf kulturelle Veranstaltungen sind weitreichend. Die Kultour GmbH zieht dennoch ein positives Fazit für das Jahr 2021, in dem trotz der Herausforderungen viele Events stattfinden konnten, wenn auch unter strengen Hygienekonzepten. Geschäftsführerin Sylvia Eick beschreibt das Jahr als arbeitsintensiv, jedoch erfolgreich in der Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Ordnungsamt. Veranstaltungen wie die Zeitrausch-Sommernächte und das Stadtfest „Plewo“ konnten durchgeführt werden, auch wenn die Besucherzahlen geringer waren.

Besondere Höhepunkte waren der Familientag im Rahmen der kleinen Plewo und die Eröffnung des „W9“ mit einem Fahrradverleih. Auch Adventsaktionen wie die Nikolaus- und Wunschbaum-Aktion waren ein voller Erfolg. Leider mussten einige Events, wie der Musikwettbewerb „Beat the Band“, abgesagt werden. Für 2022 plant man bereits das Stadtjubiläum zum 625-jährigen Bestehen der Stadtrechte, mit dem Ziel, viele Menschen zu erreichen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf come-on.de.

Die Zukunft des Karnevals

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Coronapandemie auch den rheinischen Karneval stark betroffen hat. Eine Umfrage des Kompetenzzentrums für Kulturerbe der Universität Paderborn belegt, dass traditionelle Veranstaltungen wie Umzüge und Sitzungen ausgefallen sind. Die Geselligkeit und Gemeinschaft, die den Karneval prägen, wurden durch die Pandemie stark beeinträchtigt. 90 Prozent der Befragten bedauern den Ausfall der Karnevalsumzüge und -sitzungen, und 93 Prozent halten die Absage der Karnevalsfeste 2020/21 für richtig.

Die Studie zeigt auch, dass die Motivation, zukünftige Karnevalsveranstaltungen zu besuchen, bei vielen gestiegen ist. Gleichzeitig gibt es Bedenken bezüglich eines möglichen Rückgangs der Vereinsgemeinschaft und der kulturellen Angebote. Prof. Seng von der Universität Paderborn betont die Notwendigkeit von Resilienzstrategien, um die Auswirkungen der Pandemie zu überwinden. Dies liefert wertvolle Einsichten für die Planung zukünftiger Veranstaltungen und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in der Region. Weitere Details finden Sie in der umfassenden Untersuchung, die unter uni-paderborn.de verfügbar ist.