Ein wahrhaftig spannendes Naturschauspiel hat sich im Märkischen Kreis ereignet! Anfang November 2025 wurde ein Luchs gesichtet – eine Sensation, die nun offiziell bestätigt wurde. Laut come-on.de und WDR wurden die Aufnahmen aus Fotofallen vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) als authentisch eingestuft. Zwei Mal geschah das Wunder: Am 30. Oktober im Kreis Olpe und am 3. November im Märkischen Kreis, wo eine aufmerksame Bürgerin die Sichtung gemeldet hatte.

Die Experten schätzen, dass es sich um ein männliches Jungtier (Kuder) handelt, das aus dem hessischen Reinhardswald stammt. Seine Mutter, ein angesehenes Weibchen aus dem Solling, hat ihm möglicherweise seine Neugier und seinen Erkundungsdrang mit auf den Weg gegeben. Diese Sichtung ist von besonderer Bedeutung für das landesweite Luchsmonitoring und zeigt das positive Potenzial für diese geschützte Art in der Region.

Die Rolle der Bevölkerung beim Artenschutz

Besonders bemerkenswert ist, wie wichtig das Engagement der Bürger:innen für den Artenschutz ist. Hinweise wie dieser sind goldwert für die Untere Naturschutzbehörde (UNB), die bestätigt, dass solche Meldungen entscheidend sind, um Lebensräume zu schützen und Wanderbewegungen zu dokumentieren. Hochwertige Fotofallen-Aufnahmen sind zudem essenziell, um die Luchse eindeutig zu identifizieren. Bei jedem Tier hilft die individuelle Fleckenzeichnung beim Erkennen; DNA-Proben sind dafür nicht einmal notwendig, wie fva-bw.de betont.

Während die Erhaltung des Luchses in Deutschland vom Gesetz streng geschützt wird, sind auch die Menschen aufgerufen, aufmerksam zu sein. Übergriffe auf Nutztiere sind bis jetzt in Nordrhein-Westfalen nicht offiziell bestätigt und die scheuen Luchse sind in der Regel keine Gefahr für den Menschen.

Schutz und Monitoring der Luchse

Die Sichtung im Märkischen Kreis trägt nicht nur zur positiven Entwicklung der Population bei, sondern zeigt auch das Funktionieren der Überwachungsmaßnahmen. Schätzungen zufolge leben in Deutschland zwischen 170 und 200 erwachsene Luchse, die hauptsächlich in gebirgigen Regionen wie dem Harz und dem Bayerischen Wald vorkommen. Eine dauerhafte Ansiedlung in einer Region setzt das Vorhandensein von sowohl Männchen als auch Weibchen voraus.

Die UNB und das LANUK rufen alle Bürger:innen dazu auf, weitere Sichtungen zu melden. Damit können wir gemeinsam die Rückkehr des Luchses in unsere Wälder feiern und ein Stück Naturerbe bewahren.