Im Kreis Mettmann sorgt eine Reihe von Einbrüchen für Besorgnis unter den Anwohnern. Über das vergangene Wochenende kam es zu mehreren Vorfällen, die die Polizei auf den Plan rief. Am Freitagabend, dem 13. Februar 2026, wurde gegen 20.40 Uhr die Scheibe der Terrassentür eines Einfamilienhauses an der Leipziger Straße eingeschlagen. Eine aufmerksame Bewohnerin im Obergeschoss hörte die Geräusche und alarmierte sofort die Polizei. Trotz des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte und eines Diensthundes konnte der Täter jedoch entkommen. Laut der Täterbeschreibung war er etwa 20 bis 25 Jahre alt, hatte eine schlanke Statur und war dunkel gekleidet, zudem trug er eine Mütze.
Doch dieser Vorfall war nicht der einzige, der die Region erschütterte. In Ratingen-Lintorf kam es am Freitag zu einem misslungenen Versuch, eine Terrassentür aufzuhebeln, während in Mettmann-Metzkausen in der Nacht zu Samstag, dem 14. Februar 2026, Unbekannte durch eine eingeschlagene Terrassentür in ein Haus an der Eifelstraße eindrangen. Auch in Monheim am Rhein gab es Einbrüche: An der Bertha-von-Suttner-Straße wurde zwischen 17.30 Uhr und 21.30 Uhr eine Terrassentür aufgehebelt, während an der Wiener-Neustädter-Straße am Sonntagabend Schmuck und Bargeld aus einer Wohnung entwendet wurden, vermutlich mit einem zuvor gefundenen Schlüssel. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen dieser Vorfälle und hat die zuständigen Wachen in Ratingen, Mettmann und Monheim informiert, die unter den jeweiligen Telefonnummern (Ratingen: 02102 9981-6210, Mettmann: 02104 982-6250, Monheim: 02173 9594-6350) erreichbar sind. Bei verdächtigen Beobachtungen sollte der Notruf 110 gewählt werden. Mehr dazu hier.
Einbrüche im Kreis Mettmann: Eine bedenkliche Entwicklung
Die Situation im Kreis Mettmann ist alarmierend, da sich nicht nur Einbrüche in Wohnhäusern häufen, sondern auch in Geschäftsräumen und Restaurants. Ein Blick auf weitere Einbrüche zeigt, dass zwischen dem 29. Januar und dem 6. Februar in Erkrath ein leerstehendes Einfamilienhaus an der Peter-Rosegger-Straße betroffen war. Hier wurde ein Rollladen aufgehebelt, jedoch wurden keine Wertgegenstände entwendet. In Haan hingegen drangen Täter am 7. Februar in ein Einfamilienhaus in der Goethestraße ein, wo sie Bargeld stahlen. In Hilden versuchte eine maskierte Person am Abend des 8. Februar, in ein Einfamilienhaus in der Straße Zur Verlach einzubrechen, wobei der Zugang durch ein eingeschlagenes Fenster erfolgte. Ob etwas entwendet wurde, ist unklar. Auch ein Restaurant in Hilden war zwischen dem 6. und 7. Februar Ziel eines Einbruchs, und die Ermittlungen dazu laufen noch.
Darüber hinaus ereignete sich am 8. Februar in Langenfeld ein weiterer Vorfall, bei dem zwischen 18 Uhr und 22 Uhr ein Fenster eines Einfamilienhauses in der Rheindorfer Straße aufgehebelt wurde. Zwei verdächtige Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren wurden beobachtet. In Mettmann gab es am 5. Februar einen Einbruchsversuch in ein Einfamilienhaus in der Bachstraße, wo ein Fenster aufgehebelt wurde, jedoch nichts entwendet wurde. Auch in Ratingen wurde zwischen dem 7. und 8. Februar in Büroräume eines Baustoffhandels eingebrochen. Lesen Sie hier mehr über die Einbrüche im Kreis Mettmann.
Einbruchstatistik und gesellschaftliche Folgen
Die Zunahme von Einbrüchen in Deutschland ist ein besorgniserregendes Phänomen, das sich seit der Corona-Pandemie verstärkt zeigt. Im Jahr 2023 wurden etwa 119.000 Diebstähle in und aus Wohnungen registriert, davon etwa 77.800 als Wohnungseinbruchdiebstahl klassifiziert. Diese Zahlen zeigen den höchsten Stand seit 2019, sind jedoch über 50% niedriger als 2015. Besonders in städtischen Bundesländern wie Bremen, Berlin und Hamburg ist das Risiko eines Einbruchs hoch, während Bayern die niedrigste Einbruchsrate aufweist. Die Folgen eines Einbruchs sind nicht nur materieller Natur, sondern sie betreffen auch das Sicherheitsgefühl der Bürger und können psychische Folgeschäden nach sich ziehen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruchdiebstählen lag 2023 bei 14,9%, was im Vergleich zur Gesamtquote von 58,4% gering ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einbrüche im Kreis Mettmann und darüber hinaus eine ernstzunehmende Problematik darstellen, die nicht nur die unmittelbaren Opfer betrifft, sondern auch die gesamte Gemeinschaft verunsichert. Die Polizei ist gefordert, und die Bürger sind aufgerufen, bei verdächtigen Beobachtungen wachsam zu sein und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Weitere Informationen zum Thema Einbruchschutz finden sich auf der Homepage der Kreispolizeibehörde Mettmann.