Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann fand am 28. Februar 2026 eine groß angelegte Übung statt, die einem wichtigen Zweck diente: die Überprüfung des Krankenhaus-Alarmplans. Organisiert wurde die Simulation – ein extern verursachter Schadensfall mit vielen Verletzten – von Dr. med. Claus-Robin Fritzemeier, dem Krisenmanager des Hauses. Diese Übung war nicht nur ein Testlauf, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit zur Identifikation von Schwachstellen und zum Ermitteln des Bedarfs an Nachbearbeitung, wie taeglich.me berichtet.
Besonders bemerkenswert ist, dass während der gesamten Übung die fortlaufende Notfallversorgung gewährleistet blieb. So blieben sowohl die Stroke-Unit als auch der Schockraum und das Herzkatheter-Labor des Krankenhauses uneingeschränkt in Betrieb. Die Unterstützung kam von zahlreichen Organisationen, unter anderem dem Rettungsdienst, dem DRK im Kreis Mettmann und den Johannitern aus Ratingen.
Vorbereitung auf den Ernstfall
In der modernen Krankenhauslandschaft sind Kliniken mehr denn je gefordert, sich auf außergewöhnliche Situationen wie einen Massenanfall von Verletzten (MANV) oder Erkrankten (MANE) vorzubereiten. Solche Ereignisse übersteigen oft die verfügbaren Kapazitäten und können nur mit umfassenden Notfallkonzepten und regelmäßigen Übungen gemeistert werden. Dies wird auch von amboss.com unterstrichen, wo die Notwendigkeit von Alarm- und Einsatzplänen, klaren Zuständigkeiten und einer strukturierten Kommunikation betont wird.
Ein innerklinisches Notfallsystem sollte dabei verschiedene Bestandteile beinhalten. Dazu zählen eine Alarmierungskette, die die Aktivierung nach internen Plänen ermöglicht, sowie eine effektive Einsatzleitung, die eine klare Führungsstruktur schafft. Die Dokumentation der Einsätze und eine gezielte Nachsorge sind ebenfalls essentielle Komponenten, die den Krisenmanagement-Ansatz unterstützen.
Die Herausforderungen bei der Triage
Ein zentraler Punkt bei solcherartigen Notfällen ist das Triage-System, das eine strukturierte Methode zur Priorisierung von Behandlungen bringt. Hierbei werden Verletzte je nach Dringlichkeit und Schwere in verschiedene Kategorien eingeteilt, wie Rot für lebensbedrohlich oder Grün für leicht verletzte Personen. Diese Einteilung ist entscheidend, um in stressvollen Situationen den Überblick zu behalten und die notwendigsten Maßnahmen schnell zu ergreifen.
Angesichts der Komplexität und des Drucks bei einem MANV – mit der Herausforderung, eine hohe Zahl an Verletzten zu versorgen – ist ein gut geübtes Team unerlässlich. Die Probanden der Übung im EVK Mettmann konnten durch den realitätsnahen Szenarien in der praktisch gehaltenen Übung wertvolle Erfahrungen sammeln.
So wird klar, dass kontinuierliche und regelmäßige Übungen ∙ wie die im evangelischen Krankenhaus Mettmann – nicht nur helfen, die Abläufe zu testen, sondern auch sicherstellen, dass die Einrichtungen im Ernstfall handlungsfähig sind. In der sorgfältigen Vorbereitung liegt ein gutes Händchen für die Herausforderungen, die der Alltag oft mit sich bringt.