In der Feuerwehrschule in Mettmann trainiert die junge Adriana Schröder mit voller Leidenschaft und Entschlossenheit. Dichte Rauchschwaden und Stichflammen sind Teil ihrer realistischen Übung, die darauf abzielt, die Feuerwehrkräfte optimal auf den Ernstfall vorzubereiten. Ihr Engagement steht exemplarisch für die mehr als 90.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW), die im Jahr 2024 für die Freiwillige Feuerwehr aktiv waren. Während in größeren Städten wie Düsseldorf eine Berufsfeuerwehr Pflicht ist, verlassen sich kleinere Gemeinden auf das unermüdliche Engagement ihrer freiwilligen Kräfte.
Adriana, die bereits als Kind den Traum hatte Feuerwehrfrau zu werden, kann auf eine feuerwehraffine Familie zurückblicken. Ihre Zwillingsschwester Alina ist ebenfalls Teil der Feuerwehr und gemeinsam traten sie im Alter von 12 Jahren ein. Die Ausbildung für Ehrenamtliche ist dabei oft langwierig, da sie berufsbegleitend erfolgt. Während des Trainings simuliert Adriana unkontrollierte Brände, wobei ihr Ausbilder die Gasflammen per Knopfdruck aufflammen lässt. Diese realitätsnahen Übungen umfassen nicht nur Menschenrettungsaktionen, sondern auch den Umgang mit giftigen Stoffen und verschiedene Brandbekämpfungsszenarien.
Die Herausforderungen der Feuerwehrausbildung
In der Feuerwehrschule wird auch das Atemschutztraining in 18 Kilo schwerer Montur durchgeführt, wobei der Sauerstoff nur für 20 Minuten ausreicht. Teamgeist und Zusammenhalt sind hier von größter Bedeutung. Nach den intensiven Trainingseinheiten findet ein gemeinsames Essen statt, das nicht nur der Entspannung dient, sondern auch die Kameradschaft stärkt. Im November 2024 waren 180 Feuerwehrkräfte beim Brand von Schloss Hardenberg in Velbert im Einsatz – ein Beispiel für die immense Verantwortung, die die Feuerwehrleute tragen.
Die Feuerwehr Mettmann, die sich auf ihrer Webseite https://feuerwehr-mettmann.de/ präsentiert, stellt ebenfalls die Wichtigkeit der Ausbildung in den Vordergrund. Der Fachausschuss Ausbildung und Einsatz des Verbands der Feuerwehren NRW befasst sich intensiv mit der Ausbildung sowohl von Haupt- als auch Ehrenamtlichen. Dabei werden zahlreiche Herausforderungen thematisiert, wie Ausbildungsvorschriften, Materialien sowie Lehrgangs- und Seminarangebote am Institut der Feuerwehr (IdF) NRW. Zudem ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Rettungsdienst gegeben, um die rettungsdienstliche Ausbildung zu optimieren.
Gemeinsam für die Sicherheit der Bürger
Der VdF NRW, vertreten durch den Stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Bernd Schneider und den Vorsitzenden Christian Zittlau, spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung und Umsetzung von Handlungsempfehlungen, die die Feuerwehren unterstützen. Diese umfassen auch die Erstellung von Merkblättern zu aktuellen Fragen und Entwicklungen im Einsatzbereich. So wird die Sicherheit der Bürger durch gut ausgebildete und erfahrene Feuerwehrleute gewährleistet, die bereit sind, im Notfall sofort zu handeln.
Mit dem stetigen Engagement der Feuerwehrkräfte wie Adriana Schröder und ihrer Kolleginnen und Kollegen wird deutlich, dass die Ausbildung und die Bereitschaft zur Hilfeleistung untrennbar miteinander verbunden sind. Diese unermüdliche Hingabe der Ehrenamtlichen ist nicht nur bewundernswert, sondern auch von größter Bedeutung für das Sicherheitsnetz unserer Gesellschaft.