In Mettmann dreht sich alles um die Flammen. Hier trainiert Adriana Schröder an der Feuerwehrschule, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Dichte Rauchschwaden und Stichflammen sind Teil ihrer Ausbildung. Täglich legen über 90.000 Freiwillige in Nordrhein-Westfalen Hand an, um die Sicherheit der Bürger:innen zu gewährleisten. Doch was bedeutet das konkret für die, die sich ehrenamtlich engagieren? Dazu bietet die Feuerwehrschule in Mettmann ein vielfältiges Trainingsprogramm an, welches die Teilnehmer auf verschiedene Szenarien, wie Menschenrettungsaktionen oder den Umgang mit giftigen Stoffen, vorbereitet.
Die Begeisterung für den Feuerwehrdienst hat Adriana bereits in der Kindheit gepackt. Schäuftenspritzige Einsätze und die familiäre Überlieferung haben sie und ihre Zwillingsschwester Alina dazu bewogen, schon mit 12 Jahren der Feuerwehr beizutreten. Während ihre Schwester bereits aktiv in der Feuerwehr tätig ist, befindet sich Adriana mitten im Ausbildungstraining. In der schweren Montur mit 18 Kilogramm Gewicht stellt sie sich in Atemschutzübungen der Herausforderung. Hier ist die Sauerstoffversorgung auf 20 Minuten begrenzt – eine echte Prüfung für Körper und Geist, die den Teamgeist und Zusammenhalt fördert. Was nach dem Training bleibt, ist nicht nur die Erleichterung, sondern oft auch ein gemeinsames Essen, bei dem kurz etwas Entspannung einkehren darf.
Die Herausforderung des Ehrenamts
Freiwillige Feuerwehren sind gerade für kleinere Gemeinden eine tragende Säule. Der Gesetzgeber sieht vor, dass ab einer Einwohnerzahl von 100.000 eine Berufsfeuerwehr Pflicht ist, was die Abhängigkeit von ehrenamtlichen Kräften in ländlichen Gebieten besonders unterstreicht. So engagieren sich in NRW rund 11.000 hauptberufliche Feuerwehrleute und viele weitere Freiwillige, die sich den Herausforderungen des feuerwehrtechnischen Alltags stellen. Im November 2024 waren beispielsweise 180 Feuerwehrkräfte beim Brand von Schloss Hardenberg in Velbert im Einsatz – ein eindrucksvolles Beispiel für das Engagement und die hohe Einsatzbereitschaft der Kräfte.
Die Ausbildung in Nordrhein-Westfalen ist umfassend und erfordert eine strikte Einhaltung der Ausbildungsvorschriften und -materialien. Das hat der Fachausschuss Ausbildung und Einsatz zum Ziel, der sich mit den Herausforderungen in der Ausbildung der Haupt- und Ehrenamtlichen auseinandersetzt. Hierbei sind auch die Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Rettungsdienst und die Erstellung von Handlungsempfehlungen für die Einsatzbearbeitung von großer Bedeutung. Die Resonanz auf diese Bemühungen zeigt, dass das Engagement sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt hoch im Kurs steht, was für die Sicherheit der Bürger:innen unerlässlich ist.
Wenn Sie mehr über die Feuerwehr Mettmann erfahren möchten, besuchen Sie die offizielle Webseite unter feuerwehr-mettmann.de. Für zusätzliche Informationen über Ausbildung und Einsatz bei der Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen ist die Seite des Feuerwehrverband NRW empfehlenswert.
Adriana Schröder und ihre Mitstreiter:innen bereiten sich mit viel Hingabe auf ihre Einsätze vor. Und so werden aus den Herausforderungen am Übungsplatz nicht nur Feuerwehrfrauen und -männer geformt, sondern vor allem Held:innen des Alltags, die immer bereit sind, wenn die Sirene erklingt.