Am 12. November 2025 trauert die SPD Minden-Lübbecke um eines ihrer geschätztesten Mitglieder, Ernst Wilhelm Rahe, der den unterstützenden Beinamen „Ewi“ trug. Ewi war seit 1976 Teil der Sozialdemokratischen Partei und hat sich über fast fünf Jahrzehnte hinweg unermüdlich für eine gerechte Gesellschaft eingesetzt. Sein Engagement, geprägt von Leidenschaft und Entschlossenheit, hinterlässt eine große Lücke innerhalb der Gemeinschaft.

Ewi wird als leidenschaftlicher und überzeugter Mensch beschrieben, der mit Herzblut die sozialpolitischen Anliegen der SPD vertrat. Sein Wirken war stets inspiriert von dem Glauben an die Gleichheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Die Trauer um seine Person verbindet sich mit dem festen Willen, seine Werte und Visionen weiterzutragen.

Ewig wahrgenommenes Engagement

Sein Langzeitengagement bei der SPD fällt in eine Zeit, in der die Partei in vielen gesellschaftlichen Fragen eine Schlüsselrolle spielt, insbesondere in Bezug auf Akzeptanz und Gleichstellung. Die Arbeitsgemeinschaft SPDqueer, die seit ihrer Gründung im Jahr 1978 für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen eintritt, stellt einen zentralen Bestandteil dieser politischen Ausrichtung dar.

Wie spdqueer.spd.de berichtet, führt SPDqueer den Kampf gegen Homo-, Bi- und Transphobie mit dem Ziel, eine Gesellschaft zu fördern, die durch Gleichberechtigung und Chancengleichheit geprägt ist. Ewis Engagement für soziale Gerechtigkeit steht in einer stolzen Tradition, in der es darum geht, die Würde des Menschen zu verteidigen, wie im Artikel 1 des Grundgesetzes verankert.

Gemeinsam für eine gerechte Zukunft

Die SPDqueer hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, unter anderem die Rehabilitierung homosexueller Männer nach §175 StGB und die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Der Weg ist jedoch noch lange nicht zu Ende. Es bleibt die Forderung nach umfassender Gleichstellung durch Reformen wie die Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes um die Aspekte „sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“ sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen für queere Menschen.

Ein großes Anliegen von Ewi war es, gegen Intoleranz, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen. Sein Lebenswerk ermutigt uns, diesen Weg weiterzugehen und dafür zu sorgen, dass die Werte, für die er stand, nicht in Vergessenheit geraten.

Die SPD Minden-Lübbecke und die gesamte SPD-Community werden Ewi stets im Herzen tragen und ihm als Vorbild für ihren weiteren Einsatz für eine gerechte und solidarische Gesellschaft gedenken. In diesen schweren Stunden, in denen wir uns an sein Erbe erinnern, wird uns bewusst, dass die Botschaft eines engagierten Lebens auch in der Zukunft gehört werden muss.

Die Spuren, die Ewi hinterlassen hat, sind nicht nur in der SPD spürbar, sondern auch in der breiteren Gesellschaft, die von einem respektvollen und vielfältigen Miteinander geprägt sein sollte. Dieser Weg der Akzeptanz ist ein fortwährender Prozess, und es liegt an uns, ihn mit Überzeugung weiterzuverfolgen.