In Mönchengladbach steht der 20. November ganz im Zeichen der Kinderrechte. An diesem besonderen Tag möchte der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie unterstreichen, wie wichtig es ist, „Prävention vor Intervention“ zu stellen. Ein Highlight in diesem Zusammenhang ist die Einführung des städtischen Kinderschutzdrachen „Feuerzacki“. Der Drache hat nicht nur einen auffälligen Namen, sondern wurde auch von Kindern in Beteiligungsprojekten benannt und gestaltet, wie lokalklick.eu berichtet.
Die Kinderkonferenz des Familienzentrums „Am Hockstein“ spielt eine zentrale Rolle, denn hier wurde der Drachen offiziell getauft. „Feuerzacki“ hat das Ziel, Kinder zu stärken und eine Kultur des Hinsehens zu fördern. Der Drache wird künftig bei Veranstaltungen und Aktionen in Mönchengladbach präsent sein und das Bewusstsein für das Thema Kinderschutz erhöhen.
Kinderschutz in der Stadt
Ein weiteres bedeutendes Projekt ist der „Kinder-Rettungsanker“, der seit 2015 vom SKM Mönchengladbach aktiv unterstützt wird. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Sichtbarkeit in den Stadtteilen und neuen Lebensbereichen zu erhöhen. Geschäfte und Einrichtungen, die sich mit dem Symbol „Kinder-Rettungsanker“ kennzeichnen, bieten Kindern sichere Orte und Unterstützung, wenn sie diese dringend benötigen. In Rheydt beteiligen sich inzwischen 28 Partnergeschäfte an dieser wichtigen Maßnahme, und eine Ausweitung des Projekts auf weitere Stadtteile ist geplant.
Mönchengladbach setzt dabei auf gemeinschaftlichen Kinderschutz und die Zusammenarbeit aller Akteure, um eine sichere Umgebung für Kinder zu gewährleisten. Der Kinderschutz ist in Deutschland durch das im Jahr 2012 inkraftgetretene Bundeskinderschutzgesetz gut geregelt. Dieses Gesetz zielt darauf ab, den aktiven Kinderschutz zu verbessern und alle Beteiligten zu stärken – von Eltern über Kinderärzte bis hin zu Jugendämtern und Familiengerichten, wie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erläutert.
Fortschritte und Herausforderungen
Das Gesetz basiert auf den zwei Säulen Prävention und Intervention. Dabei zeigt die Evaluierung, dass trotz erzielter Fortschritte im Kinderschutz weiterhin Handlungsbedarf besteht. So wurden unter anderem Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern geschaffen und ein umfassendes Kooperationsnetzwerk etabliert. Dieses Netzwerk umfasst Jugendämter, Schulen, Gesundheitsämter und weitere Institutionen, die gemeinsam daran arbeiten, Kinder zu schützen und deren Wohlergehen zu sichern, so der Bildungsserver.
Das Engagement der Stadt Mönchengladbach und der verschiedenen Akteure im Kinderschutz ist ein wichtiger Schritt, um Kinder zu stärken und ihnen eine sichere Umgebung zu bieten. Die Initiativen „Feuerzacki“ und „Kinder-Rettungsanker“ zeigen, dass hier nicht nur über Kinderschutz gesprochen wird, sondern dass auch aktiv gehandelt wird.