Heute ist der 13.03.2026 und wir werfen einen Blick auf die neuesten Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Verpackungen bei Aldi. Der Discounter hat die Verpackung seines Toilettenpapiers der Eigenmarke Kokett verändert, um umweltfreundlicher zu werden. Mit einer neuen Verpackung, die zu 60 Prozent aus recyceltem Material besteht, setzt Aldi auf innovative Lösungen zur Reduzierung von Kunststoffabfällen. Der recycelte Anteil setzt sich aus 39 Prozent Kunststoffabfällen, die aus dem Gelben Sack oder der Tonne stammen, und 21 Prozent Folien von Gewerbeabfällen zusammen.

Diese Initiative ist besonders wichtig, da Kunststoffe aus dem Gelben Sack aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung schwer recycelbar sind. Dennoch zeigt Aldi mit dieser Maßnahme, dass es möglich ist, den Einsatz von Rezyklat in Produkten zu erhöhen. Die Entsorgung der neuen Verpackung bleibt dabei unverändert: Sie gehört in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass die falsche Entsorgung die größte Schwachstelle beim Recycling darstellt. Aldi verfolgt seit 2018 das Ziel, dass Verpackungen aus Kunststoff im Durchschnitt mindestens 30 Prozent Recyclingmaterial enthalten und möchte mit der neuen Kokett-Verpackung jährlich rund 130 Tonnen recyceltes Material verwenden. Ab 2030 wird es zudem einen gesetzlichen Zwang für Hersteller geben, Mindestanteile an Recyclingmaterial in Kunststoffverpackungen einzuhalten, gemäß der EU-Verpackungsverordnung (PPWR).

Recyclingprozess und Verbraucheraufklärung

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Recyclingmaßnahmen ist die richtige Trennung der Verpackungsmaterialien durch die Verbraucher. Aldi unterstützt Kunden dabei, indem es Trennhinweise auf Eigenmarken-Produktverpackungen anbietet. Diese Hinweise helfen, die Materialien korrekt in den Gelben Sack, die Blaue Tonne oder den Glascontainer zu entsorgen. Nach der Sammlung des Abfalls erfolgt die Sortierung, um die Sortenreinheit zu gewährleisten. Hier kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, wie die Trennung über Wasser, Lichtreflexion (Nahinfrarot – NIR), Magneten und Zentrifugen.

Im dritten Schritt wird das Verpackungsmaterial dann in Wertstoffe umgewandelt. Die Umwandlungsmethoden variieren je nach Material: Glas wird beispielsweise eingeschmolzen, während Papierabfälle zu Brei verarbeitet, geglättet und getrocknet werden, um Recyclingpapier zu gewinnen. Diese Schritte sind entscheidend, um die Recyclingquote zu erhöhen und Ressourcen effizient zu nutzen.

Ein Blick auf die Zukunft

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland über 70 Prozent der Kunststoffverpackungen dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Dies ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft. Die Herausforderungen bleiben jedoch, insbesondere die korrekte Entsorgung durch die Verbraucher. Weitere Informationen zum Thema Recycling und Kreislaufwirtschaft finden Sie auf der Website der Europäischen Union.

Aldi und andere Handelsketten setzen zunehmend auf recycelte Materialien, um ihre Umweltbilanz zu verbessern. Während Rewe und Penny 20 Prozent Rezyklat aus dem Gelben Sack für Duschgel und Seifen verwenden, setzen Lidl und Kaufland recyceltes Material für Einkaufskörbe ein. Diese Entwicklungen tragen dazu bei, das Bewusstsein für Recycling und nachhaltige Verpackungen in der Gesellschaft zu stärken und sind Schritte in die richtige Richtung.