Im Preußenstadion von Münster gab es heute ein packendes Zweitliga-Duell, das die heimischen Fans auf die Füße brachte. Preußen Münster drehte die Partie gegen Holstein Kiel und sicherte sich mit einem 2:1-Sieg wichtige Punkte im Abstiegskampf. Nach einem Rückstand zur Halbzeit war der Jubel in der Kurve umso größer, als die Mannschaft in der zweiten Hälfte ihre Leistung steigerte und das Spiel für sich entschied. Der lange ersehnte Sieg gibt Münster Auftrieb und lässt sie nun mit 14 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Tabelle aufleben. Kiel hingegen bleibt nach fünf ernüchternden Begegnungen ohne Sieg und rutscht auf den elften Platz ab, was den Druck auf die Mannschaft erhöht.
Der Spielverlauf war von Emotionen und Spannung geprägt. In der 18. Minute brachte Adrián Kaprálik die Gäste aus Kiel in Führung, und es schien, als ob die Gäste den Platz als Sieger verlassen würden. Doch Münster gab sich nicht geschlagen. Ein umstrittener Elfmeter in der 60. Minute verschaffte den Gastgebern den Ausgleich: Oliver Batista-Meier verwandelte sicher vom Punkt. Die Entscheidung fiel dann in der 77. Minute, als Yassine Bouchama nach einem Standard für Münster den Siegtreffer erzielte. Besonders bemerkenswert war die leidenschaftliche Verteidigungsarbeit der Münsteraner in den letzten Minuten der Partie, die sie nicht nur zu einem wichtigen Sieg, sondern auch aus dem Gefahrenbereich hielten.
Die zweite Halbzeit und die entscheidenden Momente
Die zweite Halbzeit war aus Sicht von Münster ein echtes Herzschlagfinale. Kiel war zwar in der offensive bemüht, konnte jedoch nicht die nötige Durchschlagskraft aufbringen. Die beste Chance für Münster war ein Lattentreffer von Babis Makridis in der ersten Halbzeit, der zeigt, dass die Gastgeber stets nach dem Ausgleich suchten, auch wenn nicht alle Chancen genutzt werden konnten.
Kiel versuchte sich kurz vor Schluss mit aller Macht zurückzukämpfen. Es gab Riesenchaos im Strafraum von Münster in der 90. Minute, doch die Abwehr konnte klären. Ein Tor von Kiels Bernhardsson wurde zudem wegen Abseits nicht anerkannt. Auf der Seitenlinie ereignete sich eine hitzige Situation: Kiels Co-Trainer Dirk Bremser erhielt wegen Meckerns die zweite Gelbe Karte und musste das Feld verlassen. Die Elfminütige Nachspielzeit stellte einmal mehr das Nervenkitzel in dieser packenden Begegnung unter Beweis.
Ein Blick auf die Tabelle
Durch diesen Sieg klettert Münster vorübergehend auf den neunten Platz der Tabelle und zeigt damit, dass sie nach einem schwierigen Saisonstart sich nun stabilisieren können. Kiel hingegen hat in den letzten fünf Spielen nur vier Tore erzielt, was die Offensive ihrer Mannschaft in Frage stellt. Bereits am nächsten Freitag erwartet Münster Greuther Fürth, während Kiel am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf antreten wird. Es bleibt abzuwarten, welche Lehren beide Teams aus diesem Spiel ziehen werden und wie sie sich in den kommenden Begegnungen präsentieren.
Auf die Frage, wie es für Kiel weitergeht, bleibt nur zu hoffen, dass sie schnell die Kurve kriegen – der nächste Sieg muss her!