Am 31. Oktober 2025 verabschiedet sich Johannes Mans nach zehn Jahren als Bürgermeister von Radevormwald aus der Kommunalpolitik. An diesem bedeutenden Tag half ihm Rolf Ebbinghaus, der ihn damals als Bürgermeisterkandidat ins Rennen schickte, beim Umzug aus dem Rathaus. Beide Männer blicken zufrieden auf eine Zeit zurück, in der sie wichtige Impulse für die Stadt setzten.

Mit der Gründung der Sekundarschule nennt Mans einen seiner größten Erfolge während seiner Amtszeit. Diese Einrichtung entstand nicht zuletzt, weil die CDU keine Gesamtschule wollte. Ebbinghaus erklärt, dass dieser Umstand dazu führte, eine Alternative zu schaffen, und beide sind sich einig, dass die Schulen in Rade in einer hervorragenden Verfassung sind, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung. Zudem wurden europäische Fördermittel in verschiedene Projekte investiert, darunter ein Gemeinschaftshaus und eine neue Sportanlage.

Ein Ende mit Wehmut

Doch nicht alles lief nach Wunsch. Nach dem Ausgang der Wahl im September 2023, den er gegen Dejan Vujinovic (CDU) verlor, muss sich Mans mit seiner Niederlage arrangieren. Obwohl er mit dem Wahlausgang Frieden geschlossen hat, bleiben die Erinnerungen an einen Wahlkampf, den er als schwierig empfand. Besonders schmerzlich war für ihn der Entzug der Unterstützung durch die SPD, was ihn auch menschlich erschütterte.

Radevormwald hat in den letzten Jahren einiges durchgemacht. Nach den tragischen Messerstichen in der Innenstadt am 27. August 2023 wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Mans kritisiert, dass eine dauerhaft besetzte Polizeiwache in einer Stadt mit 23.000 Einwohnern nicht gegeben ist und fordert dringend bessere Rahmenbedingungen für die Integration von Zuwanderern.

Blick nach vorn

Johannes Mans blickt optimistisch in die Zukunft und wünscht seinem Nachfolger viel Erfolg, insbesondere bei der Fortführung wichtiger Projekte wie der Ärzteversorgung. Ein neuer Augenarzt wird für das erste Quartal 2026 erwartet, doch die Schließung anderer Praxen steht drohend über der Stadt. Auch das örtliche Krankenhaus bleibt für Mans ein Anliegen, insbesondere seit der Sana-Konzern die rentable Endoprothetik aufgegeben hat.

Während Ebbinghaus seine Stimme weiterhin erhebt, wenn es notwendig ist, plant Mans, sich auf Wohnungssuche zu begeben und sein Engagement für die Menschen in Radevormwald fortzuführen, jedoch außerhalb der politischen Arena. Es ist zu hoffen, dass die guten Projekte und die positive Entwicklung in Rade auch ohne ihn fortbestehen werden.

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