Im Oberbergischen Kreis wird Handball nicht nur gespielt, sondern auch gelebt. In den letzten Begegnungen der Oberliga sorgten die HBD Löwen Oberberg und der HC Gelpe/Strombach II für spannende Momente, die Fans und Spieler gleichermaßen in Atem hielten. Vor allem die letzten Spiele haben gezeigt, dass die Moral der Teams ungebrochen ist, auch wenn die Ergebnisse nicht immer zu jubelnden Gesichtern führten.
In einem packenden Duell mussten die HBD Löwen Oberberg eine Niederlage gegen den HC Weiden II hinnehmen. Mit 28:32 (14:15) endete das Spiel, und Trainer Maik Thiele war mit der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden. Besonders die hohe Fehlerquote und die Zeitstrafen, die gegen Mlynczak, Weiler und Schneider verhängt wurden, trugen zum Rückstand in der ersten Halbzeit bei. Dennoch zeigte das Team Moral, kämpfte sich nach einem 0:1-Rückstand zurück und glich in der 12. Minute zum 11:11 aus. Ein 5:0-Lauf der Weidener im zweiten Durchgang machte den Löwen jedoch das Leben schwer. Trotz eines späten Aufbäumens, als Tobias Mlynczak zur 18:17-Führung traf und die Löwen bis zur 55. Minute auf 29:27 herankamen, reichte es letztlich nicht, um die Punkte zu sichern.
Derby-Gefühl und Punkteteilung
Im Derby gegen den HC Gelpe/Strombach II, das mit 23:23 endete, konnten die HBD Löwen erneut nicht vollends überzeugen. Das Spiel war von intensiven Duellen geprägt, und die Löwen führten zur Halbzeit mit 13:12. In der Anfangsphase war es ein ausgeglichenes Spiel, nach 19 Minuten stand es 7:7. Gelpe/Strombach konnte zeitweise sogar in Führung gehen, doch die Löwen blieben dran. 40 Sekunden vor Schluss hatten die Oberberger die Chance, auf zwei Tore davonzuziehen, doch sie scheiterten und mussten sich mit einem Unentschieden begnügen. Thiele bezeichnete das Ergebnis als „gefühlte Niederlage“ und kritisierte die Chancenverwertung, da nur sechs von 17 Würfen auf Außenpositionen den Weg ins Netz fanden.
Auf der anderen Seite zeigte sich Gelpe/Strombachs Trainer Ilja Schattner mit dem Punktgewinn zufrieden, bemängelte jedoch die fehlende Derbystimmung. Seine Mannschaft, angeführt von Jürges mit acht Toren, kämpfte hart und bewies, dass sie trotz der letzten Niederlage nicht aufzugeben gedenkt.
Die Herausforderung bleibt
Obwohl die HBD Löwen nun fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge haben, bleibt die Situation in der Liga angespannt. Fortuna Köln, der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, hat ebenfalls verloren, was den Löwen etwas Luft verschafft. Die Torschützen der Löwen in den letzten Spielen waren Mlynczak (7), Weiler (6/2), Malek (5), Müller und Schneider (je 3) sowie Köster, Mesenhöler, Welke und Bening (je 1). Für Gelpe/Strombach II trugen Mühlbeier (7/2), Jürges (4) und Ginczek (3) wesentlich zum Punktgewinn bei.
Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um die Weichen für die restliche Saison zu stellen. Die Teams müssen ihre Fehler minimieren und die Chancen besser nutzen, um sich die nötigen Punkte im Abstiegskampf zu sichern. In dieser Liga zählt jeder Punkt, und die Oberberger sind sich dessen bewusst.