In Köln hat die Außengastronomie in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt, doch die neuen Auflagen sorgen für gespaltene Meinungen unter den Wirten. Besonders die Heizlösungen, die in der Stadt verwendet werden dürfen, stehen im Fokus. Aktuell sind in Köln nur kabellose und umweltschonende Heizlösungen gestattet, die idealerweise in Schirmkonstruktionen integriert sind. Bei Vorhandensein einer Stromquelle sind auch Infrarotstrahler oder beheizbare Tische zugelassen. Dies berichtet WDR. Diese Auflagen sollen sicherstellen, dass die Umwelt und die Stadtlandschaft nicht durch ineffiziente Heizmethoden belastet werden.

Kritik am aktuellen Regulierungsrahmen kommt von verschiedenen Seiten. Wilhelm Wichert, der Chef des Haxenhaus, ist frustriert, da er seine beliebte Wiese zwischen seinem Lokal und dem Rhein nicht mehr bestuhlen darf. Diese Fläche gilt nun als Landschaftsschutzgebiet, was für Wichert Nachteile mit sich bringt. Während der Pandemie war es noch möglich, hier bis zu 800 Gäste zu bewirten – ein Zustand, den Wichert nun als Verlust für die Gastronomie empfindet. Er äußert seine Sorge, dass die Wiese nun schlechter gepflegt wird und Müll hinterlassen wird, da keine Gastronomiebetriebe mehr darauf zugreifen können.

Die Meinungen der Gastronomen

Ebenfalls umstritten ist die Entscheidung, die Nutzung dieser Wiese einzustellen. Christoph Becker vom Dehoga Nordrhein kann die Regelung nicht nachvollziehen und sieht die Außengastronomie als einen essenziellen Wirtschaftsfaktor für Betriebe, der nicht vernachlässigt werden sollte. Die Anzahl der Regelungen zur Außengastronomie wurde von etwa 140 auf circa 30 reduziert, was von den meisten als Verbesserung angesehen wird. Dennoch bleibt unklar, wie die Wirte unter diesen neuen Bedingungen überleben können.

Die verschiedenen Positionen zeigen, wie stark die Gastronomie mit den aktuellen Gegebenheiten kämpft. Viele Betreiber sehen sich gezwungen, kreative Lösungen zu finden, um die ausbleibenden Gäste zu kompensieren. In der aktuellen Situation möchten sie endlich einen klaren und unterstützenden Rahmen, um auf die Wünsche der Gäste bei der Außensitzplatzgestaltung einzugehen.

Die Diskussion um Heizstrahler und andere Geräte wird unterdessen weiterleben. Für viele Gastronomiebetriebe in Köln ist es ein wichtiges Thema, wie sie die Bedürfnisse ihrer Gäste auch während der kälteren Monate erfüllen können. Auf Webseiten wie heizpilz.info wird weiterhin über die rechtlichen und praktischen Aspekte von Heizlösungen in der Gastronomie informiert.