Ein lebendiges Baugeschehen findet derzeit in Waldbröl statt. Der Erweiterungsbau der Gemeinschaftsgrundschule Isengarten nimmt Form an und verspricht, die schulische Landschaft im Stadtteil entscheidend zu verändern. Wie oberberg-aktuell berichtet, wurde das erste vorgefertigte Modul bereits im Obergeschoss erfolgreich mit einem Spezialkran eingesetzt. Insgesamt wird das neue Schulgebäude aus 26 Modulen bestehen, von denen schon 17 aufgestellt sind.
Die Luftholen zwischendurch scheinen die Beteiligten gut tun. Am vergangenen Donnerstagmittag machte das Bauprojekt einen weiteren großen Schritt. Um 12:09 Uhr hob ein Kran ein Raummodul in die Höhe, unter den aufmerksamen Blicken der Bauarbeiter und der Anwohner. Nur zwei Wochen nach Baubeginn am 11. November sind nun schon täglich mehrere Module auf den Karl-Conrad-Weg zur Baustelle transportiert worden, wie die Rundschau hinzufügt.
Investitionen und künftige Schülerzahlen
Die Stadt Waldbröl investiert über fünf Millionen Euro in den Ausbau dieser wichtigen Bildungseinrichtung. Davon stammen 850.000 Euro aus Fördermitteln. Der schlüsselfertige Neubau hat einen Kostenrahmen von rund 3,8 Millionen Euro. Dies ist eine spannende Entwicklung, denn die gesetzlichen Rahmenbedingungen bieten künftig einen gesicherten Anspruch auf Plätze in der Offenen Ganztagsbetreuung ab dem Jahr 2026. Wie die Rektorinnen der Isengarten-Schule bereits jetzt einschätzen, könnten nach der Fertigstellung mindestens 350 Schüler:innen an der neuen Einrichtung unterrichtet werden.
Der geplante Anbau hat eine Gesamtgröße von 1260 Quadratmetern und eine Nutzfläche von über 1090 Quadratmetern. Jedes Modul hat eine beachtliche Länge von 17,50 Metern und bietet Platz für 50 bis 60 Quadratmeter lernen. Es wird erwartet, dass die Anzahl der Klassenzüge von drei auf vier erhöht werden kann, mit jeweils etwa 25 Kindern in den neuen Klassen.
Bautruppe und Lärmsituation
Das Projektteam, bestehend aus fünf Monteuren, drei Trockenbauern, zwei Elektrikern und vier Gerüstbauern, sorgt dafür, dass alles nach Plan läuft. Die Arbeiten werden straff organisiert, und die Baufortschritte scheinen schnell voranzuschreiten. Lehrkräfte nutzen die Baustelle bereits als Anschauungsobjekt für den Unterricht, etwa in Bezug auf angewandte Mathematik. Die Kinder der Umgebung zeigen reges Interesse, wenn die Module vorbeischweben, was eine spannende Lärmsituation schafft, die jedoch insgesamt als gering empfunden wird.
Die Module werden von der Firma Kleusberg geliefert und montiert. Dieser Anbieter hat in diesem Jahr bereits 14 Schulbauten realisiert, wobei die Module in Halle an der Saale hergestellt werden. Hoch im Kurs steht auch die nachhaltige Bauweise: Bei der Planung wird auf gesunde Räume sowie Schall- und Wärmeschutz geachtet. In Zeiten der Digitalisierung und den Anforderungen an moderne Bildungsstätten sind solche Standards überaus wichtig. Unternehmen wie KIP Fertigbau setzen dabei auf smarte und ökologisch geprüfte Materialien, die ein angenehmes Lernumfeld schaffen.
Wenn die Bauarbeiten weiterhin so zügig vorangehen, könnte die neue Gemeinschaftsgrundschule Isengarten pünktlich zum Schuljahr 2026/2027 bezugsfertig sein. Mit dieser Erweiterung wird nicht nur die Lernumgebung verbessert, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftstauglichkeit der Schulbildung in Waldbröl gemacht.