Am 22. Oktober 2025 hat die neue Ausstellung „Formula 1“ in der OBEX-Halle in Oberhausen eröffnet. Mit beeindruckenden 3.000 Quadratmetern, die ein echtes Rennsport-Feeling vermitteln, zieht sie Motorsport-Fans aus der ganzen Region an. Laut derwesten.de haben bereits über eine Million Menschen ähnliche Ausstellungen weltweit besucht. Oberhausen präsentiert sich damit erstmalig als Hotspot für alle, die die Faszination Formel 1 hautnah erleben wollen.

Ein zentrales Thema der Ausstellung ist der folgenschwere Unfall von Romain Grosjean während des Bahrain Grand Prix im Jahr 2020. Im speziell eingerichteten Bereich „Survival“ sind Überreste seines in Flammen aufgegangenen Autos zu sehen. Grosjean selbst hat darüber berichtet, wie er 28 Sekunden benötigte, um dem Inferno zu entkommen – eine Zeitspanne, die sich für ihn wie eine kleine Ewigkeit anfühlte. In einem Interview mit formula1.com gab er Einblick in die dramatischen Momente seines Unfalls und die Gedanken, die ihm in diesem kritischen Zeitraum durch den Kopf gingen.

Ein Blick zurück auf die Sicherheit im Rennsport

Die Formel 1 hat über die Jahre hinweg viele Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um die Risiken für Fahrer zu minimieren. Ein historischer Rückblick zeigt die stetige Entwicklung von Sicherheitsstandards, die seit dem ersten Rennen in Silverstone 1950 weitreichende Veränderungen erfahren haben. So starb beispielsweise der junge Jules Bianchi 2014 nach einem Unfall in Suzuka, was zu umfassenden Reformen führte. In der Folge wurden unter anderem die Fahrzeugnase um 500 mm abgesenkt und die Anforderungen an Crashtests verschärft, was die Sicherheit in der Formel 1 signifikant verbessert hat, wie motorsport-magazin.com dokumentiert.

Christian Danner, ein ehemaliger Rennfahrer, zeigt in der Oberhausener Ausstellung seinen originalen Arrows A8-BMW, mit dem er 1986 angetreten ist. Außerdem kann das Ferrari F1-2000 von Michael Schumacher, mit dem dieser 2000 seinen ersten Titel mit Ferrari holte, bestaunt werden. Ergänzt wird die Sammlung durch Exponate der Familie Schumacher, darunter ein Abschieds-T-Shirt von Schumachers letztem Rennen und ein Rennanzug von Mick Schumacher. Danner hebt die Authentizität und Informationsvielfalt der Ausstellung hervor, die nicht nur die Maschinen, sondern auch die Geschichten der Menschen dahinter lebendig werden lässt.

Der Weg zur Genesung

Nach dem Unfall von Grosjean hat sich der Fahrer intensiv mit den Folgen auseinander gesetzt. Er hat zwar Verbrennungen an den Händen erlitten, doch auch eine ungeplante Verletzung am Fuß blieb erstmal geheim. In seinem Streben zurück auf die Rennstrecke hält er eine positive Einstellung zur Genesung und wird von einem Arzt begleitet. Grosjean plant, beim Saisonfinale in Abu Dhabi anzutreten, dennoch möchte er keine Risiken eingehen, die seine Mobilität gefährden könnten.

Das Interesse an Grosjeans Genesung und dem Unfall selbst verdeutlicht, wie stark die Fans mit dem Thema Sicherheit im Rennsport verbunden sind. Grosjean selbst plant, das In-Car-Video des Unfalls anzuschauen, um es für Analyse- und Ausbildungszwecke zu nutzen. Dabei legt er Wert auf die Gedanken seiner Kinder, die sich große Sorgen gemacht haben. Die emotionale Tiefe seiner Erfahrungen macht deutlich, dass selbst im Rennsport, wo es um Geschwindigkeit und Risiko geht, die Familie immer an erster Stelle steht.

Tickets für die beeindruckende Ausstellung in Oberhausen sind auf der Homepage erhältlich und bieten die Möglichkeit, ein Stück Motorsportgeschichte hautnah zu erleben.