In einem begeisternden Austausch haben sich Schülerinnen und Schüler des KKBK am 16. November 2025 zu ihrem dritten Treffen im Rahmen des Erasmus+ Projekts auf Kreta zusammengefunden. Die Teilnehmer kamen aus mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, Spanien, Italien, Rumänien, Griechenland und die Türkei. Dieses aufregende Treffen steht ganz im Zeichen von Flucht, Migration und den Neubeginn, wobei die Geschichten der jungen Menschen sowohl die Herausforderungen als auch die bedeutenden schulischen Erfahrungen mit dem Ankommen in Europa beleuchten. So berichtet lokalkompass.de von beeindruckenden Erzählungen, die miteinander verknüpft sind.

Sichtlich bewegt berichtet Osman seine Geschichte unter dem Motto „A contemporary Odysseus“ in einer Vorstellung, die durch eine VR-Brille zum Leben erweckt wird. Der Umgang mit innovativer Technologie erlaubt es, emotionale und tiefgreifende Einblicke in persönliche Schicksale zu gewähren. In einer Podiumsdiskussion teilt Mahmoud, ein Teilnehmer aus dem Beruflichen Gymnasium, seine eigenen Erfahrungen, die den Anwesenden einen neuen Blickwinkel auf das Thema Migration eröffnen.

Kulturelle Einblicke und herzliche Begegnungen

Doch es geht nicht nur um ernste Themen – das Miteinander wird auch in fröhlichen Momenten sichtbar. Die Jugendlichen genießen zusammen ein köstliches Essen, erkunden ein archäologisches Museum und sind begeistert von der wunderschönen Küste Kretas. Die Herzlichkeit der griechischen Gastfamilien wird dabei als echtes Geschenk hervorgehoben, das die Atmosphäre des Treffens nachhaltig prägt. Am letzten Abend des Events steht der Austausch unter dem Motto „Was bedeutet Europa für mich?“ auf dem Programm, ein wertvoller Moment, der die verschiedenen Perspektiven der Teilnehmenden zusammenführt.

Das Erasmus+ Projekt zielt nicht nur darauf ab, die Jugendlichen zusammenzubringen, sondern auch die Verbindung von analoger Begegnung und digitalem Erzählen zu nutzen. So arbeiten die Teilnehmenden weiterhin am VR-Book, das als Plattform für ihre Geschichten dienen soll. Hierbei wird auch die Unterstützung durch das Projekt IMWVR („Immersive Muslim Women in Virtual Reality“) sichtbar, das muslimische Einwanderinnen und Flüchtlingsfrauen in Europa anspricht. Die Initiative beleuchtet die sozialen Herausforderungen, mit denen diese Frauen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und Geschlechts konfrontiert sind. Laut cordis.europa.eu ist ein zentrales Anliegen des Projekts das Verständnis von Identitätskonstruktion und Integration in virtuellen sozialen Umgebungen.

Ein Netzwerk voller Möglichkeiten

Dahinter steht die langjährige Erfahrung des Erasmus+ Programms, das von vier Nationalen Agenturen in Deutschland getragen wird. Diese setzen sich dafür ein, dass die Chancen und Möglichkeiten des neuen Programms für alle Beteiligten verständlich und nutzbar werden (erasmusplus.de. Die Agenturen sind Ansprechpartner für Projektberatung und Unterstützung und fördern die europäische Zusammenarbeit. Die Vorfreude auf das nächste Treffen, das in St. Etienne stattfinden wird, ist bei allen Beteiligten groß. Es zeigt sich, dass solche Austauschprojekte die Herzen öffnen und die Perspektiven erweitern – ganz nach dem Motto: Bildung verbindet.