In Sterkrade tut sich was: Die Umgestaltung der Innenstadt steht an, und das gleich bis Ende 2028. Ein bedeutendes Projekt, das die Bahnhofstraße klimaresilient machen soll. Wie lokalkompass.de berichtet, geht es dabei um zentrale Maßnahmen, die von der Stadt Oberhausen in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft und anderen Initiativen umgesetzt werden.

Loslegen wird man mit den Bauarbeiten im April 2026, wenn der Kanalbau in Angriff genommen wird. Doch bevor es so weit ist, müssen die Versorgungsleitungen bereits umverlegt werden. Die ersten Schritte haben bereits Ende Oktober 2023 begonnen – als der Wasserversorger RWW die neuen Trinkwasserleitungen im Bereich des ehemaligen Center Points an der Kreuzung Bahnhofstraße/Steinbrinkstraße verlegte.

Bauzaungespräch: Eine Plattform für den Dialog

Am Mittwoch, dem 3. Dezember 2025, findet das erste Bauzaungespräch an der Baustelle statt. Das Ziel: Bürgerinnen und Bürger über den Baufortschritt und die bevorstehenden Schritte zu informieren. Zudem wird das Projekt Klima.Quartier vorgestellt. Hierbei haben die Anwohner die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit Projektbeteiligten in einen Austausch zu treten.

Warum ist diese Umgestaltung so wichtig? Die Antwort liegt auf der Hand: Die neue Bahnhofstraße soll Hitze, Trockenheit und Starkregen besser abfangen können. Dies wird nicht nur durch eine nachhaltige Bepflanzung unterstützt, sondern auch durch innovative Maßnahmen wie die Regenwasserabkopplung. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass Niederschlagswasser vor Ort versickert oder zur Bewässerung genutzt wird, anstatt die Mischwasserkanalisation zu belasten. Dafür setzt man auf ein neues Entwässerungssystem mit 14.150 m² befestigter Fläche und neuen Gefällen.

Ein klimaresilientes Konzept

Das Projekt sieht eine Vielzahl von Teilmaßnahmen vor: Ein 534 m langes blau-grünes Ausstattungsband, 2.200 m² Pflanzfläche und ein 330 m langer Wasserlauf sollen nur einige der Highlights werden. Dazu werden 68 neue Bäume gepflanzt und 15 Bestandsbäume erhalten. Der Fokus liegt auf einer abwechslungsreichen Bepflanzung, die das Mikroklima verbessert und kühlende Effekte generiert.

Um die Zugänglichkeit zu gewährleisten, wird während der Bauphase die Erreichbarkeit der Geschäfte immer sichergestellt. Lärm, Staub und Verkehrseinschränkungen sind zwar unvermeidlich, aber die Leute sollen dennoch leicht zu ihren Lieblingsläden gelangen können. Das alles geschieht in enger Abstimmung mit den betroffenen Unternehmern und Bürgern. Weiterführende Informationen zur Entwicklung und Rückmeldungen werden über klimaquartier@oberhausen.de bereitgestellt.

Ein bewusster Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels prägt das gesamte Vorhaben: Die Stadt nutzt Unterstützung durch Bund und Förderprogramme, um Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung zu integrieren. Laut bbsr.bund.de ist die Steigerung der Klimaresilienz ein zentraler Punkt in der Stadtentwicklung. Digitale Anwendungen und Sensoren werden dafür sorgen, dass wichtige Daten in Echtzeit erfasst werden, um die Pläne zusätzlich zu optimieren.

Mit dem Projekt Klima.Quartier zeigt Sterkrade, dass man den Herausforderungen des Klimawandels nicht nur begegnen, sondern auch die Lebensqualität in der Innenstadt nachhaltig verbessern möchte. Es bleibt spannend, wie sich die Bauarbeiten entwickeln und welche neuen Angebote und Freiräume im Zuge dieser Umgestaltung entstehen werden.