Heute ist der 6.03.2026. Im Rheinischen Revier tut sich etwas Spannendes: Das NRW-Wirtschaftsministerium hat Vorwürfe zurückgewiesen, die besagen, dass Fördermittel bis zum Jahresende verfallen könnten. Besonders die SPD-Opposition kritisierte, dass von den 2,035 Milliarden Euro an Landesmitteln für die Förderperiode 2020 bis 2026 bisher nur ein kleiner Teil abgerufen wurde. Fraktionschef Jochen Ott wies darauf hin, dass diese Mittel bis zum Jahresende genehmigt oder abfließen müssen. Im November 2022 stoppte das Wirtschaftsministerium aufgrund von Protesten der Kommunen alle „Revier gestalten“-Projekte. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) räumte zwar ein, dass die Vergabe der Mittel zu viel Zeit in Anspruch genommen hatte, kündigte jedoch an, künftig nur Projekte mit Nachhaltigkeitskriterien zu realisieren.

Rund 1,96 Milliarden Euro der Landesmittel sind laut Ministerium bereits gebunden oder fest verplant. Ein Gutachterkonsortium unter Leitung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung stellte im November 2025 fest, dass im Rheinischen Revier 870.000 Menschen beschäftigt sind. Ende 2023 hingen rund 12.000 Jobs von der Braunkohle ab. Seit Beginn der Strukturwandel-Förderung 2020 hat sich die Beschäftigung um 4,5 Prozent erhöht, was über dem NRW-Durchschnitt liegt. Die Arbeitslosenquote im November lag bei 6,7 Prozent (NRW: 7,2 Prozent).

Förderprojekte und zukünftige Arbeitsplätze

Laut der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) werden mehr als 500 Projekte gefördert, darunter die „Modellfabrik Papier“ in Düren und das „Zentrum für vertikale Mobilität“ in Aldenhoven. Diese Projekte erfordern hohe Millionenbeträge an Fördergeldern aus der Strukturstärkung. Es wird erwartet, dass auf rund 70 Gewerbeflächen in den kommenden Jahren 70.000 Arbeitsplätze entstehen. Diese Entwicklung ist von großer Bedeutung, da das Rheinische Revier historisch stark vom Braunkohleabbau geprägt war, der nun einem tiefgreifenden Wandel unterzogen wird.

Die Region ist eine heterogene Gebietsstruktur mit dicht besiedelten Ballungszentren und ländlichen Gebieten und hat eine vielfältige Wirtschaftslandschaft. Der Kohleausstieg bis spätestens 2030, beschlossen von der Bundesregierung, bringt einschneidende Veränderungen mit sich. Risiken wie Arbeitsplatzverluste und wirtschaftliche Stagnation könnten die Stabilität der Region gefährden. Daher gilt es, diese Risiken zu vermeiden und die Region für die Zukunft zu stärken.

Ein ganzheitlicher Ansatz ist gefragt

Die Transformation erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Neue Technologien und innovative Ansätze sind zentral für die Gestaltung einer klimaneutralen Wirtschaft. Soziale und kulturelle Aspekte müssen ebenfalls berücksichtigt werden, um die Bevölkerung aktiv einzubinden. Wichtige Bereiche für Veränderungen sind unter anderem Energieversorgung, Bauwesen, Mobilität, Stadt- und Landschaftsplanung sowie Bildung und Ernährung.

Das Ziel ist klar: Das Rheinische Revier soll als Vorreiter des europäischen Klimaschutzes positioniert werden. Um die Ziele des Wirtschafts- und Strukturprogramms (WSP) zu erreichen, sind ganzheitliche Ansätze notwendig. Nur so kann die Region ihren Platz in einer zunehmend nachhaltigen und digitalisierten Wirtschaft finden.

Für weitere Informationen über die Fördermaßnahmen und die Strukturwandel-Initiativen im Rheinischen Revier, besuchen Sie diesen Artikel oder erfahren Sie mehr über die Rahmenbedingungen des Strukturwandels auf der offiziellen Webseite.